Zensursula | Scatterd

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Ach, so ist das: Killerspiele sind verantwortlich für Missbrauch auf Ameland

Gerade bei SpOn gelesen. Die bayrische Justizministerin Beate Merk, ihres Zeichens – wie könnte es in Bayern anders sein – Mitglied der CSU, hat ihre fachmännische fachfräuliche Analyse (schwarzer Humor ist extra, bäh!) zu den Vorfällen auf Ameland der Welt kund getan. Ihrer Meinung nach sind für den sexuellen Missbrauch Minderjähriger durch Teenager nicht etwa die fehlende Aufsicht Schuld, sondern die FDP (im Grunde genommen der Koalitionspartner) und, ach was haben wir sie lange nicht im “Spiel” gehabt, die Killerspiele. Für die intellektuellen unter uns: Ego-Shooter.

Es ist doch wirklich amüsant, mit welcher Selbstverständlichkeit manche Politiker erlogene Tatsachen in die Medien brüllen und dann noch als wahr dahin stellen, nur damit sie selber gut da stehen. Ich habe mit der Zeit ein paar Abwehrmechanismen für solchen Unsinn entdeckt: Weghören oder einfach nur lachen. In diesem Artikel werde ich lachen.

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Das Gaming-Unwort des Jahres 2009 ist…

Vor einigen Tagen berichtete ich über die Aktion von pcAction, bei der über das Gaming-Unwort des Jahres 2009 abgestimmt werden konnte. Gut, “Unwörter” in dem Sinne sind es, wie ProjectDragon ansprach, nicht wirklich. Es geht wohl eher um den Gaming-Begriff. Aber das ist jetzt nebensächlich. Das Ergebnis der Abstimmung wurde nun bekannt gegeben.

Gewonnen hat -wer hätte es anders vermutet- das Wort Killerspiel mit 35,22 %. Überraschend war dieses Ergebnis nicht wirklich, wird und wurde dieser Begriff oft fälschlicherweise von der Presse genutzt, um sich beim Mainstream beliebt zu machen.
Auf Platz zwei folgt “Zensursula” (7,86 %), dicht gefolgt von der Online-Aktivierung (7,55 %).

[via StigmaVideospiele]

pcAction sucht das Gaming Unwort 2009

Ich verweise an dieser Stelle gern mal auf die Abstimmung auf das Gaming-Unwort 2009 bei pcAction. Gewählt werden kann zwischen Begriffen wie Steam, Online-Aktivierung aber auch der schöne Begriff Killerspiel oder Zensursula ist dabei.

gaming unwort

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr auch mit machen.

Hier gehts zur Abstimmung!

[via Stigma Videospiele]

Zensursula hat wieder zugeschlagen: Rammstein-Album kommt auf den Index

Wie das Musikmagazin laut.de berichtet, wurde das neue Rammstein Album “Liebe Ist Für Alle Da” nun indiziert. Den Antrag für eine Prüfung bzw. für eine Indizierung stellte -oh Wunder!- Ursula von der Leyen. Wer sich nicht mehr erinnert: Das ist die Frau in der Bundesregierung, die durch virtuelle Stopschilder Kinder vor dem Missbrauch schützen wollte, was letztendlich auf massig Kritik aus der Internetlobby stieß. Kommen wir aber zurück zu Rammstein.

Auf ihrer Facebookseite veröffentlichte die Band folgende News:

Urteilsspruch: Das neue Rammstein Album ist auf Antrag des durch die Ministerin von der Leyen geführten Bundesministeriums indiziert worden und wird zukünftig lediglich unter der Ladentheke zu haben sein. Volljährige sollten ihren Ausweis nicht vergessen und dann beim Händler ihres Vertrauens nachfragen.

Ist das nicht lächerlich? Ich meine, ein FSK-18 Siegel hätte es doch auch getan, oder nicht? Oder nutzt Frau v. d. Leyen diese Aktion, um wieder Rum und Ehre bei der Stammwählerschaft ihrer Partei zu holen? Laut vielen “Insidern” gibt es auch weitaus “härtere” Band, als Rammstein. Eisregen zum Beispiel.

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass sich das Album nun noch besser verkauft. Denn: Verbotene Sachen (wobei man hier ja von einer Indizierung und nicht von einem Verbot sprechen muss) sind immer viel aufregender als erlaubte Sachen. Darüber hinaus mal die generelle Frage: Tut ihr alles das, was in einem Song dargestellt wird? Ich denke mal nicht. Das neue Album wurde nämlich auch deswegen verboten, weil der Song Pussy zum ungeschütztem Verkehr aufruft und das in Zeiten von AIDS nicht hinnehmbar ist. Mal von der Tatsache abgesehen, dass in keiner Zeile davon die Rede ist: Ich unterstelle einfach mal jedem halbwegs intelligenten Hörer, dass er nicht alles das macht, wozu der Song aufruft. Wenn wir so anfangen, dass gibt es eine Menge anderer Musik, die man ebenfalls verbieten müsste: Death Metal, Gangstermukke, etc pp.

Halten wir also fest: Diese ganze Aktion ist vollkommen lächerlich. Im Endeffekt will das Album jetzt eh jeder haben. Gerade weil es verboten ist.

Update: Spiegel Online hat ebenfalls einen Artikel über diesen “Skandal” veröffentlicht und gestaltet den Artikel als ein Interview zwischen Ursula v.d. L, Silbereisen, Lindemann und Bass Sultan Hengzt.

Kommt jetzt die geheime Internetzensur?

Gerade bei AK-Zensur gelesen: “Internet-Zensur durch die Hintertür?“. Demnach finden hinter verschlossenen Türen geheime Treffen in Seoul statt, bei denen die Durchsetzung der weltweiten Internetzensur diskutiert wird. Ein Streitpunkt ist die Einhaltung der Urheberrechte im Internet. Hoster wird damit das  “Notice and Takedown”-Verfahren vorgeschlagen, das vorsieht, schon bei einem Verdacht die Webseite mit Urheberrechtsverletzungen sofort vom Netz zu nehmen. Außerdem sollen Web 2.0 Communities alle von Nutzern eingereichten Inhalte vor dem Veröffentlichen prüfen. Desweiteren ist natürlich auch vom 3-Strikes Gesetz die Rede. Wer es nicht kennt: Das 3-Strikes Gesetz kapselt nach 2 Mahnungen den Nutzer vom Internet ab, der urheberrechtlich geschütztes Material illegal herunterlädt.

Ich finde diese Entwicklung sehr bedrohlich! Was haben wir nicht dafür gekämpft, dass die Internetsperren gestoppt werden. Und dann das? Dass die Sperren nun hinter verschlossenen Türen geheim durchgeführt werden, gibt doch schon stark zu bedenken.

Netzsperren international – Wo gibt es bereits Zensur?

3sat Neues blickt auf die weltweite Lage der Netzsperren. Wo werden Internetsperren bereits eingesetzt und wie zensiert ist das Netz dort schon? Eine erschreckende Sendung, die aufzeigt, wie eingesperrt die User schon sind. In China und anderen internetfeindlichen Ländern sind deswegen schon Blogger ins Gefängnis geworfen worden. Hoffentlich kommt es bei uns nicht so weit…

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=gv4PGr4Xubc[/youtube]

[via Netzpolitik]

Schon bald Realität? 3sat Neues über Internetzensur und deren Ausmaße

Die Sendung 3sat-Sendung Neues hat ein Zukunftsszenario über die Internetzensur geschnürt. Ob das alles eintreffen wird ist fraglich. Dennoch ist es erschreckend zu sehen:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=r6Qfd1gArUg[/youtube]

[via Netzpolitik]

Netzsperren (vorerst) vom Tisch

Wir haben die Kraft
Image by schoschie via Flickr

Es gibt einen kleinen Grund zum Feiern: Das Wiesbadener Verwaltungsgericht hat das Zugangserschwerungsgesetz, das vom Bundestag verabschiedet wurde, gekippt. Das Gericht stützt dich darauf, dass es keinerlei rechtliche Grundlage für das Gesetz gibt. Das BKA wurde folgend auch dazu gezwungen, dass keine Sperrlisten an die Provider verschickt werden. Hierzu werden auch eidesstattliche Versicherungen des BKA-Präsidenten sowie vom zuständigem Referatsleiter vom Gericht eingefordert. Gleichzeitig hat aber auch die EU-Kommission grünes Licht für das Sperrgesetz gegeben. Es bleibt also spannend in der Netzzensurdebatte.

Trotz des Rückschlags seitens der EU-Kommission: Die Entscheidung des Verwaltungsgericht Wiesbaden ist ein Grund zum Feiern. Es muss der Gesellschaft klar gemacht werden, dass ein solches Gesetz, wie von Ursula von der Leyen gewünscht, gegen die deutsche Verfassung verstößt, die ganz klar vorschreibt, dass eine Zensur (egal in welchem Medium!) nicht stattfindet.

[via ThePain, Cynamite]

Zensursula hat selber keinen blassen Schimmer…

… wo Kinderpornografie geächtet wird. Das wird aus einer Antwort von dem Portal abgeordnetenwatch deutlich. Zuvor wurde hingegen immer gerne auf Indien oder afrikanische Länder verwiesen, was allerdings immer erfolgreich widerlegt werden konnte. Da bleibt unserer Ursula von der Leyen nicht mehr viel. Also musste eine neue Ausrede her. Hier ist sie:

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich an dieser Stelle nicht einzelne Länder herausgreifen und sie öffentlich an den Pranger stellen möchte. Das wäre hier auch nicht der richtige Ort.

Ah ja. Wo soll man es denn dann “verraten”? Wie wäre es mit einer Halle voller älterer Semester, deren Nichtwissen man über dieses Thema ausnutzen könnte, um immer wieder dieselben Märchen aufzutischen?

[via Netzpolitik]

Die Zensursula Chronologie

Wie fing das ganze Desaster eigentlich an? Und was wurde bisher dagegen unternommen? Ihr wisst nicht wovon ich rede? Na von der Netzsperrdebatte. Daniel Schultz von dem presseschauer Blog hat sich mal die Arbeit gemacht und alle nennenswerten Ereignisse von dem Vorschlag zur Einführung der Netzsperren bis hin zu Verabschiedung. Am Ende hat die gesamte Arbeit eine Seitensanzahl von 35 Seiten erreicht.

Wer sich das PDF laden möchte, der folge einfach diesem Link: Klick!

[via netzpolitik]

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