Killerspiel | Scatterd

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Gunman – Augmented Reality Paintball fürs iPhone

Kennt ihr Paintball? Dieses gefährliche Killerspiel, bei dem man mit Farbkugeln andere Leute markiert? Und kennt ihr auch Augmented Reality? Dabei handelt es sich laut Wikipedia um eine “computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung.” Letztendlich tut man dabei nichts anderes, als die Umgebung zu filmen. Das Gerät mit dem man dies tut, legt eine Art Layer über das Bild und erweitert es dabei um nützliche Funktionen. So kann man z.B. in einer fremden Stadt durch das Abfilmen von bekannten Gebäuden durch einen bloßen Klick auf dieses mehr über das Bauwerk erfahren. Es gibt aber auch noch viel verspieltere Anwendungsmöglichkeiten. So z.B. die App Gunman für das Apple iPhone.

Für diejenigen, die trotz des Videos noch nicht ganz verstanden haben, worum es sich bei Gunman handelt:
Vor dem Spielen wird die Pulloverfarbe des Gegners markiert, damit die Software weiß, wie der andere ausschaut. Nun kann das Spiel losgehen. Man geht ein paar Schritte auseinander, sodass man den anderen nicht mehr sieht. Das iPhone fungiert weiterhin als eine Art Markierer, wie beim Paintball. Falls man den Gegner nun entdeckt hat “zielt” man auf ihn und drückt einmal auf das Display, um ihn zu markieren. Hat man den Gegner getroffen, vibriert sein iPhone. Dann startet eine neue Runde. Gunman macht sich die Kamera und WLAN zunutze. Mit letzterem kommunizieren Apples Mobiltelefone. In nicht allzu ferner Zukunft soll die Software auch soweit weiterentwickelt werden, dass sogar Team-Deathmatches und Capture the Flag – Runden möglich sein sollen. Faszinierend, kostet die App wohl nur 79 Cent.

Zugegeben, das ganze mag wohl etwas nerdig sein. Aber das schmälert nicht den Einfallsreichtum der Entwickler. Ich persönlich spiele aber dennoch lieber Paintball.

Was haltet ihr von der App? Ist so etwas moralisch vertretbar?

Das Gaming-Unwort des Jahres 2009 ist…

Vor einigen Tagen berichtete ich über die Aktion von pcAction, bei der über das Gaming-Unwort des Jahres 2009 abgestimmt werden konnte. Gut, “Unwörter” in dem Sinne sind es, wie ProjectDragon ansprach, nicht wirklich. Es geht wohl eher um den Gaming-Begriff. Aber das ist jetzt nebensächlich. Das Ergebnis der Abstimmung wurde nun bekannt gegeben.

Gewonnen hat -wer hätte es anders vermutet- das Wort Killerspiel mit 35,22 %. Überraschend war dieses Ergebnis nicht wirklich, wird und wurde dieser Begriff oft fälschlicherweise von der Presse genutzt, um sich beim Mainstream beliebt zu machen.
Auf Platz zwei folgt “Zensursula” (7,86 %), dicht gefolgt von der Online-Aktivierung (7,55 %).

[via StigmaVideospiele]

World of Warcraft ist ein Killerspiel!

shoot 'em up - killerspiel
Image by cgre via Flickr

Direkt neben dem Stuttgarter Landtag haben sie einen Container aufgestellt. Sie sammeln Killerspiele wie “World of Warcraft”, “CounterStrike”, “Call of Duty”. Spiele, bei denen die Fetzen fliegen – Menschenfetzen, immer realistischer in der Darstellung. Man kann sie beim Aktionsbündnis abgeben, damit sie vernichtet werden.”

Das ist der O-Ton von einer Reportage bzw. einer Dokumentation über den schrecklichen Amoklauf von Winnenden, die vorgestern Abend um 21 Uhr in der ARD lief. Und es ist wiedermal ein gutes Beispiel für schlampigen Journalismus und Gamerhetze. Denn, hätten sich die Leute von der ARD mal richtig informiert, dann wüssten sie, dass bei World of Warcraft nicht die Fetzen fliegen. Auch, wenn man von Mr. T’s Werbung darauf schließen könnte. Dem ist nicht so. Liebe ARD-Schreiberlinge: Bei WoW (die freakige Abkürzung haben die Gamer World of Warcraft gegeben) handelt es sich um ein Online-Fantasy-Rollenspiel im Comiclook. Fantasy, Comic! Menschen haben dort nur sehr wenig zu suchen. Und realistisch ist ein Comic doch wohl nicht wirklich, oder? Sonst hätten meine Lieblinge der Warner Bros. -Schmiede schon längst die Häuser runterfallen müssen und das Meep, Meep-Vieh hätte schon längst geblitzt werden müssen.
Mal davon abgesehen gibt es auch weder in CounterStrike noch in Call of Duty zerfetzte Menschen. Aber die Sache geht noch weiter.

So wird gegen Ende behauptet, dass die U.S. Army Ego-Shooter einsetzt, um die Hemmschwelle der Soldaten herabzusetzen. Das sei eindeutig bewiesen worden und somit überhaupt nicht in Frage zu stellen. Zudem wird behauptet, dass Spieler, die viel spielen, auch aggressivere Spiele spielen.
Wie ihr euch denken könnt, ist das beides völliger Unfug. Fangen wir mit der letzten Behauptung mal an. Menschen, die viel spielen, sollen vorwiegend aggressive Spiele spielen. Das kann ich mir so nicht vorstellen. Was ist mit Sportspielen, Strategie- oder Rollenspielen? Nehmen wir mal Anno als Beispiel. Bei diesem Spiel ist eine Runde länger als bei einem Ego-Shooter, bei dem die Runden meist nur 5 Minuten dauern. Klar gibt es auch längerer Runden. In der Regel ist das aber nicht so. Bei Anno, einem Aufbauspiel, kann der Aufbau einer Stadt schon mal mehrere Tage dauern.
Kommen wir zu dem berühmten U.S. Army Argument, was immer gern genommen wird. Angeblich soll die Army Spiele einsetzen, um die Hemmschwelle herab zusetzen. Das ist schlichtweg völliger Unfug. Erstens Mal trainiert die Army das Schießen immer noch an realen Schießständen, da sie herausgefunden haben, dass es immer noch ein Unterschied ist, ob man real oder virtuell schießt (ja, ein normaler Mensch kann dazwischen unterscheiden!). Und zweitens gibt es weder Studien, die für eine Herabsetzung der Hemmschwelle sprechen, noch welche, die dagegen plädieren. Ein Auszug auf gamestudies:

Zusammengefasst sei hier festgestellt, dass die derzeit im Umlauf befindlichen Aussagen zur Reduktion der Tötungshemmung auf Arbeiten basieren, die einer üblichen wissenschaftlichen Kritik in keiner Weise standhalten können. Hier werden Militärsimulationen mit Computerspielen in einen Topf geworfen und Korrelationen kausale Zusammenhänge zugestanden, die teilweise an der Haaren herbeigezogen sind. Es handelt es sich hierbei ganz klar um einen Mythos auf Basis der Medieninkompetenz seiner Verbreiter.

Ihr seht also: Bei dem ARD-Bericht handelte es sich um übliche Hetze gegen Computerspiele. Solche, die wir schon seit Monaten hören. Wer sich den Bericht angucken will, der kann das hier tun (ab Minute 35 beginnt das Grauen).

[via StigmaVideospiele]

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pcAction sucht das Gaming Unwort 2009

Ich verweise an dieser Stelle gern mal auf die Abstimmung auf das Gaming-Unwort 2009 bei pcAction. Gewählt werden kann zwischen Begriffen wie Steam, Online-Aktivierung aber auch der schöne Begriff Killerspiel oder Zensursula ist dabei.

gaming unwort

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr auch mit machen.

Hier gehts zur Abstimmung!

[via Stigma Videospiele]

Wir haben das nächste Killerspiel gefunden: Hedgewars, ein Worms-Clon

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=S0RYw52LnEo[/youtube]

Süß, oder? Das ist das Spiel Hedgewars, ein Clon des bekannten Partyspiels Worms. Äußert brutal die ganze Kiste. Besonders der Comiclook gibt der Aggressivität dieses Spiels neue Ausmaße. Das sehen manche Menschen genauso und preisen dieses Spiel als Killerspiel an. Aber rollen wir die ganze Geschichte doch mal neu auf.

Ausgangspunkt für die ganze Sache ich die österreichische Gamingplattform gigg.at. Diese erhält Subventionen von insgesamt 612.000 Euro. Der ÖVP-Politiker Wolfgang Aigner ist daraufhin entsetzt darüber, dass eine solche Plattform, die Killerspiele wie eben Hedgewars beherbergt, von Steuergeldern unterstützt wird. Seiner Meinung nach ist Hedgewars ein klassisches Killerspiel, wie aus dem Buche. Durch eine schier unendliche Waffenauswahl zwischen einer Bazooka, Minen oder auch zu Waffen umfunktionierte Wassermelonen oder Torten (!) machen das Spiel besonders brutal und deshalb nicht unterstützenswert.

Jetzt mal meine Meinung (ich denke ich spreche für alle, die zwischen Realität und virtueller Welt unterscheiden können): Bei einem Comiclook und 2D-Grafik müsste doch jeder Depp merken, dass das Spiel nur im Computer entsteht und keineswegs auf die Realität übertragbar ist. Ein weiteres Kriterium sind die Waffen. Aigner spricht doch selbst von Wassermelonen und Torten, die als Bomben fungieren. Also ehrlich gesagt, wenn ich dieses Satz sagen würde, ich wüsste nicht, ob ich in lautes Gelächter verfallen würde. Dieser Kerl macht sich doch mit dieser Aussage total unglaubwürdig. Wie kann man jemandem Ernst nehmen, der behauptet, dass explodierende Torten die Aggressivität von Teenagern steigert? Jeder halbwegs gesunde Mensch nimmt so eine Aussage nicht ernst.

Aber mal von dieser abstrusen Story abgesehen: Hedgewars sieht witzig aus und scheint kostenlos zu sein (so wie ich das erkannt habe). Für zwischendurch ein netter Zeitvertrei… Scheiße!! Ich wurde von der Killerspielsucht angegriffen. Denk positiv, denk positiv!

FIFA ist ein Killerspiel!

Killerspiele endlich verbieten!!
Image by MrTopf via Flickr

Diese Meinung sollte man jedenfalls vertreten, wenn man der Süddeutschen Zeitung Glauben schenken will. So veröffentlichte diese vergangene Tage eine Meldung über die Intel Friday Night Games in München. Darin schrieb der für den Artikel zuständige Redakteur, dass auf der Veranstaltung Killerspiele wie FIFA oder Counterstrike gespielt werden (hier der Beweis!).

Unglaublich, was? Über Counterstrike kann man ja noch reden, aber FIFA? Ich meine, die Unterscheidung zwischen einem Shooter und einem Fußballspiel müsste doch wohl sogar ein Laie sehen. Hinzu kommt noch , dass auf der gestrigen Veranstaltung gar kein FIFA gezockt wurde, sondern nur CS:S, CS 1.6 und Warcraft III. Keine Spur von FIFA. Bei solchen Meldungen kann man einfach nur den Kopf schütteln. Ein klein wenig Recherche sollte doch wohl möglich sein. Besonders dann, wenn man (wie hier augenscheinlich) keinen blassen Schimmer von der Materie hat. Das nächste Mal bitte ordentlicher recherchieren, SZ!

[via StigmaVideospiele]

Leitfaden für die Journalisten in Bezug zu Killerspielen

Eigentlich könnte man denken, das Thema Killerspiele sollte schon seit Monaten gegessen sein. Ist es aber nicht. An wem das jetzt liegt, sei mal dahin gestellt. Fest steht aber: Es gibt immer noch hetzende Diskussionen, wenn es um das Thema geht. Und was habe ich mich nicht schon über so manchen Artikel geärgert. Da wird mal schnell World of Warcraft zum Killerspiel (oder jüngst auch zum Saufspiel) deklariert. Ab und zu werden auch völlig falsche Tatsachen in Fernsehbeiträge geschnitten. So werden Spiele als hierzulande verkaufbar dargestellt, obwohl sie es eben nicht sind. für diejenigen, die sich ärgern wollen, dem sei nochmals diese Video hier ans Herz gelegt. Lasst euch von der Stimme nicht beirren. Das Video ist sehenswert:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=9c5rwlKFsLE[/youtube]

Wie auch immer. Die Website Stigma Videospiele hat nun einen Leitfaden für Journalisten verfasst, der beinhaltet, wie man sich im Falle eines Berichtes über Videospiele verhalten soll. Mit “verhalten” meine ich natürlich die Art der Gestaltung des Artikels. So sollte ein Journalist nicht den Begriff Killerspiel als Fachwort für Videospiele einsetzen. Dieses Wort ist lediglich eine Propagandaentwicklung der Presse und bietet keinesfalls Nährboden für eine faire und sachliche Diskussion. Ebenso soll der Begriff “gewaltverherrlichende Videospiele” nicht mehr angewandt werden. Falls man doch in einem Artikel von diesem Begriff liest, so kann man davon ausgehen, dass der Journalist ein Dummkopf ist. Hätte er sich vorher informiert, so wüsste er, dass gewaltverherrlichende Spiele diejenigen sind, die eben schon verboten sind und somit nicht mehr verboten werden können.

Der Artikel auf Stigma Videospiele behandelt noch weitere Punkte, wie z.B. die aktuelle Rechtslage oder die Achtung von Vollständigkeit in Artikeln und ist auf jeden Fall lesenswert. Besonders für Journalisten und solche, die sich gern als welche ausgeben. Jetzt sei nur noch gehofft, dass sich wirklich mal Schreiberlinge diesen Artikel zu Herzen nehmen. Aber das werden sie eh nicht. Denn eins darf man dabei nicht vergessen: Auch wenn Journalismus fair sein sollte, so ist es erste Aufgabe eines Redakteurs, Publicity für die Zeitung zu machen. Und das macht man (aufgrund unserer jetzigen Gesellschaft) hauptsächlich mit Artikeln, die Computerspiele verteufeln. Noch.

Ich falle fast vom Glauben ab… (Beckstein und die Killerspiele)

So meinte unser geliebter Günther Beckstein doch in einem Vortrag vor Seniorenpublikum:

Das Spiel Counter-Strike wurde von der US-Army entwickelt, um die Gewaltschwelle bei den Soldaten herabzusetzen. Derartige Spiele gehören nicht nur zensiert, sondern verboten!

Mit platzt bald echt der Kragen. Zum einen wäre an diesem Zitat zu bemängeln (und es gibt Einiges zu bemängeln), dass Counter-Strike -oder wie von uns Computer Freaks Chakas kurz CS genannt- keineswegs von der US-Army entwickelt wurde. Nein, das Spiel wurde von Valve entwickelt, die in keinerlei Kontakt zu der Army stehen (behaupte ich jetzt einfach mal). Mich würde mal interessieren, was Valve selbst dazu sagt… Nein, unser Becki meinte wahrscheinlich das Spiel Americas Army. Dieses Spiel wurde in der Tat von der Army entwickelt. Aber…

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Killerschach um gegen Computerspielzensur zu demonstrieren

Die Piraten haben sich für die Demonstration gegen das Killerspielverbot eine ganz besondere Aktion ausgedacht: Eine Partie “menschliches” Schach mit echtem Kunstblut. Damit wollen sie die durchaus brutale Handlungsweise des in die Jahre gekommenen Spieleklassikers herauskristallisieren. Sie wollen damit klar stellen, dass auch Schach im groben Sinne ein Killerspiel sei und deshalb verboten werden müsse. Nach der Definition der Innenministerkonferenz ist ein Killerspiel eine Medium, indem Tötungshandlung wirklichkeitsnah dargestellt sind und zudem auch noch andere Grausamkeiten enthält. Folgend müsse es verboten werden. Das würde aber auf das Schachspiel auch zutreffen. Und warum wird das nicht verboten?

Den ganzen Artikel könnt ihr bei taz nachlesen. Ich finde die Aktion jedenfalls sehr amüsant :)

ePetition gegen Verbot von Killerspielen

Ob Petition jetzt so der Bringer sind, ist fraglich (geworden). Schließlich hat man erst kürzlich bei der Debatte um die Netzsperren beobachten können, wie viel Beachtung solche Aktionen bei den Politikern finden: Null. Eigentlich schon ein Armutszeugnis für die jetzige Regierung, da hinter den Petitionen ja das Volk steht, dass letztendlich die Parteien und den Mist, den sie verzapfen wählt. Im Umkehrschluss heißt das natürlich, dass es wirklich noch genug Menschen gibt, die den großen Parteien ihre Stimme geben und diese sich sicher sein können, weiterhin in der Regierung zu bleiben.

Ein weiterer Mist, der auf der jetzigen Regierung gewachsen ist, ist das Verbot von Killerspielen. Die Bitte der Petition setzt schon an der Begrifflichkeit Killerspiele an. Kein Wunder, denn dieser Begriff ist ein kreativer Erguss von den Medien und soll absichtlich Propaganda erzeugen. Deshalb braucht sich der Otto-Normal-Verbraucher nicht wundern, dass dieser Begriff schnell von den Politikern (gern) übernommen wurde. Blöd nur, dass so keine sachliche und objektive Diskussion möglich ist, und der Begriff die Computerspieler unter uns auch noch diskriminiert.

Eine weitere Bitte der Petition ist es, das Vertrauen in die USK zu stärken und die Eltern zu mehr Verantwortung zu bringen. Schließlich ist es ihre Aufgabe, den Kindern kein Spiel in die Hände zu geben, was für sie nicht geeignet ist. Das ist nicht Aufgabe des Staates, auch wenn es für viele bequemer ist!

Viele Gründe also, die für die Petition sprechen. Worauf wartet ihr dann noch? Unterzeichnen, aber schnell!

Hier geht’s zur ePetition!

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