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Künftig bessere Netzpolitik?

Markus vom Netzpolitikblog liegt ein Entwurf einer Enquete-Kommission vor. Wer jetzt nicht weiß, was eine Enquete-Kommission ist, der muss entweder einen Franzosen fragen, oder einfach hier weiterlesen. Unter einer Enquete-Kommission versteht man schlicht und einfach eine Arbeitsgruppe, die sich um ein zur Zeit stark polarisierendes Thema kümmern und Lösungen entwickeln sollte. In diesem Fall geht es um das Thema Netzpolitik. So ist es nicht gerade verwunderlich, dass die Enquete-Kommission den Namen “Internet und digitale Gesellschaft” trägt.

Unter anderem muss sich die Versammlung, die aus 13 Mitgliedern besteht, mit diesen Themen verfassen (Zitat von Netzpolitik, Creative Commons sei dank!)

Kultur und Medien

  • Stärkung der Medienverantwortung (Anbieter und Nutzer)
  • Veränderungen der Produktion, Distribution und Nutzung von künstlerischen Werken
  • Stärkung des Bewusstseins für den Wert geistigen Eigentums
  • Maßnahmen zur digitalen Sicherung des kulturellen Erbes und seiner Nutzung
  • Erhaltung und Sicherung von Medien- und Meinungsvielfalt

Wirtschaft, Umwelt

  • Sicherung eines funktionsfähigen Wettbewerbs zur Vermeidung marktbeherrschender Stellungen einzelner Unternehmen
  • Klima-, Umwelt- und ressourcenschonende Gestaltung der Informationstechnik (Green-IT)

Bildung und Forschung

  • Förderung der Medienkompetenz, Medienerziehung in Schule, Hochschule sowie Aus- und Weiterbildung
  • Internationale Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft
  • Strategien zur Überwindung der digitalen Spaltung (Digital Divide)
  • Initiativen zum freien Zugang zu den Ergebnissen staatlich finanzierter Forschung (Open Access)
  • Weiterentwicklung und Definition offener Standards und Normen

Recht und Innen

  • Sicherung eines freien und ungehinderten Zugangs zum Internet für alle Nutzer und Informationsanbieter (Netzneutralität)
  • Gewährleistung einer vertrauenswürdigen, leistungsfähigen und sicheren Internet-Infrastruktur (staatlicher Schutz gegen Gefahren von innen und außen)
  • Bedrohungen durch Computer- und Internet-Kriminalität, -Terrorismus, -Spionage und -Sabotage
  • Verbraucherschutz (Missbrauch bei Massenabmahnungen, Rechtssicherheit im elektronischen Handel)
  • Durchsetzung berechtigter und Abwehr unberechtigter Ansprüche, auch im internationalen Rechtsrahmen
  • Zukunft des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung
  • Wahrung der Persönlichkeitsrechte
  • Rechtliche und technische Voraussetzungen für Datenschutz und Datensicherheit (bei privaten Unternehmen, insbesondere sozialen Netzwerken; Cyber-Mobbing, datenschutzfreundliche Technologien)
  • Realität und Umsetzung des Jugendschutzes (z.B. unterschiedliche internationale Rechtsnormen)
  • Konsequenzen aus der Konvergenz von Medien- und Telekommunikationsanbietern
  • Weiterentwicklung dieser Rechtsgebiete, auch in der Wechselwirkung von Bundes- und Landesrecht und unter Berücksichtigung des europäischen Rechtsrahmens

Gesellschaft und Demokratie

  • Weiterentwicklung der staatlichen Dienstleistungen (eGovernment)
  • Strategien für einen freien Zugang zu staatlichen Informationen (Open Data)
  • Soziologische Auswirkungen (Digital Immigrants und Digital Natives)
  • Möglichkeiten für neue Formen der Bürgerbeteiligung (E-Petitionen, Kommunalpolitik)

Interessante Punkte sind auf jeden Falldie Punkte OpenAccess, Netzneutralität, OPen Data und die relevanten Punkte bezüglich des Urheberrechtes. Mehr als diese Themenpunkte sind leider bislang noch nicht bekannt. Weitere Informationen sollen aber morgen das Licht der Welt erblicken.

Ob das aber nun letztlich ein Wendepunkt in der veralteten Netzpolitik ist, wage ich einfach mal zu bezweifeln. Die CDU hat bislang leider kaum Einsicht gezeigt und die FDP ist zu scheu. Ich bin trotzdem gespannt.

Killerspieldebatte ist angeblich vom Tisch

Ganz offenbar hat die elend-lange Debatte um die Killerspiele nun ein Ende. Jedenfalls dann, wenn man sich den Koalitionsvertrag anschaut. Dort findet man nämlich in keinem Satz die Erwähnung von einem Verbot der “gefährlichen” Ego-Shooter.

Besonders die Politiker der CDU und CSU haben sich vor der Wahl klar und deutlich für ein Verbreitungs und sogar Herstellungsverbot solcher Spiele eingesetzt. Das hätte allerdings meiner Meinung nach gravierende Folgen. Insbesondere deshalb, da man mittlerweile mit Computerspielen mehr Umsatz macht als mit Kinofilmen. Glücklicherweise hat sich die FDP mit ihrer Forderung, die Sozialarbeit zu stärken, letztendlich durchgesetzt.

So steht letztendlich im Koalitionsvertrag, dass Computerspiele “ein selbstverständlicher Teil unserer Alltagskultur geworden” sind. Darüber hinaus soll der deutsche Computerspielpreis aufgewertet werden.

Zensursula hat selber keinen blassen Schimmer…

… wo Kinderpornografie geächtet wird. Das wird aus einer Antwort von dem Portal abgeordnetenwatch deutlich. Zuvor wurde hingegen immer gerne auf Indien oder afrikanische Länder verwiesen, was allerdings immer erfolgreich widerlegt werden konnte. Da bleibt unserer Ursula von der Leyen nicht mehr viel. Also musste eine neue Ausrede her. Hier ist sie:

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich an dieser Stelle nicht einzelne Länder herausgreifen und sie öffentlich an den Pranger stellen möchte. Das wäre hier auch nicht der richtige Ort.

Ah ja. Wo soll man es denn dann “verraten”? Wie wäre es mit einer Halle voller älterer Semester, deren Nichtwissen man über dieses Thema ausnutzen könnte, um immer wieder dieselben Märchen aufzutischen?

[via Netzpolitik]

Ersteigere das ‘Und alle so Yeaahh’-Plakat!

Du hast zu viel Geld? Kein Problem, hier ist eine Möglichkeit es zu verprassen: Kaufe das ‘Und alle so Yeaahh’-Plakat von dem Denkwürdigen Flashmob bei eBay! Zur Zeit steht das Gebot bei 100 €. Das Stück Papier ist also kein günstiges Stück Pappe.

Hoffentlich ist es das “echte”, ansonsten wäre es wirklich ein teurer Spaß. Mir wäre es ja sowieso schon zu viel Kohle…

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=J_DRAIGbvUw[/youtube]

[via Nerdcore]

Die Zensursula Chronologie

Wie fing das ganze Desaster eigentlich an? Und was wurde bisher dagegen unternommen? Ihr wisst nicht wovon ich rede? Na von der Netzsperrdebatte. Daniel Schultz von dem presseschauer Blog hat sich mal die Arbeit gemacht und alle nennenswerten Ereignisse von dem Vorschlag zur Einführung der Netzsperren bis hin zu Verabschiedung. Am Ende hat die gesamte Arbeit eine Seitensanzahl von 35 Seiten erreicht.

Wer sich das PDF laden möchte, der folge einfach diesem Link: Klick!

[via netzpolitik]

Was sollte der netzaffine Bürger zur Bundestagswahl wählen?

Markus von dem bekannten Netzpolitik Blog hat sich die Arbeit gemacht und mal heraus gefiltert, wie die Parteien zu Themen wie Vorratsdatenspeicherung, Zensur im Netz und vielen anderen Kernpunkten moderner Medien stehen. Dieser Artikel bietet also eine gute Übersicht für diejenigen, die sich noch einen Überblick vor der Wahl schaffen wollen. Ich habe hier mal eine grobe Übersicht für euch:

Analog Oldies: CDU, SPD (kann man hier schon von analogen Menschen reden oder sind die CDU’ler noch eine Stufe zurück?)

Digital Natives: Piraten (ein wenig Überschneidung bieten hier noch die Grünen sowie die Linke. Aber wir wollen ja nicht zu viel Verwirrung schaffen.)

Rette deine Freiheit!

Kennt ihr noch das Du-bist-Terrorist Video? Dabei handelte es sich damals um eine satirisch abgewandte Form des Du-bist-Deutschland Spots, der auf allen Kanälen der deutschen TV-Landschaft lief. In dem Video wurde der Überwachungswahn der derzeitigen Regierung an den Pranger gestellt. Nun ist mit dem Spot Rette-deine-Freiheit ein weiteres Video aufgetaucht, dass auf ein ähnliches Problem verweist: Den Verlust der Privatsphäre, der Überwachung und der mit diesen Maßnahmen verbundenen Problemen und unwirksamen Lösungen. Vorab erstmal das Video:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=OwrMroEiHj0[/youtube]

Wie findet ihr das Video? Meiner Meinung nach ist die ganze Sache nicht schlecht, nur ich weiß nicht, ob der typische CDU-Wähler dieses Video auch versteht. Es wird wirklich eine gemeine Ironie eingesetzt, die teilweiße nur schwer zu erkennen ist. Nur eine Person, die in die “Szene” involviert ist, hat die Chance, die wahre Aussage hinter diesem Video zu durchblicken.

Dennoch gilt hier das Motto: Verbreitet dieses Video weiter! Wir hoffen einfach mal, dass die ältere Bürgerschaft die Spitzzüngigkeit dieser Animation durchblickt. Falls nicht: Aufklären! Für die Freiheit, ahoi!

Frau Merkel = Mr. Burns?

Diese Grafik hier kann ich euch einfach nicht vorenthalten. Es zeigt eine verblüffende Ähnlichkeit…

burns = merkel

Verblüffend, nicht? Gemacht wurde der Plakatremix von @MatthiasRichel.

[via NerdCore]

Der TV-Spot der Piratenpartei

Kennt ihr eigentlich schon den Werbespot der Piratenpartei? Nein, dann schaut mal hier:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=3Ixl68QAhGw[/youtube]

Ich finde den Spot großartig! Besser kann man die Inhalte der Partei nicht präsentieren. Mit ist es kalt den Rücken runter gelaufen, als ich das Video gesehen habe (im positiven Sinne!).

Es gibt aber einen kleinen Haken: Da die Piratenpartei eine sehr junge Partei ist, hat sie kein Geld für Wahlkampf und kann leider keinen non-sense Spot pausenlos im Fernsehen laufen haben, wie die CDU es zum Beispiel tut. Deshalb ist eure Hilfe gefragt! Geht auf ichbinpirat.de und spendet per Paypal. Danke! :)

Mir wird schlecht…

… wenn ich mir diese Farce angucken muss:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=PCt1DI5dBTI[/youtube]

Ich meine, was denkt sich diese Frau? Mir tun wirklich die Deppenklatscher leid, die bei der Nase herum geführt werden! Aber was können die schon dafür? Die Ursel verpackt ihre Show wirklich gut, muss man sagen. Aber leider gibt es da noch eine Generation, die es sich leider nicht gefallen lassen lässt. Das sind WIR!

Mit diesen kurzen Worten verabschiede ich mich und lasse euch mit eurer Wut über diese Politikerin alleine.

[via, Netzpolitik]

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