Everyday Life | Scatterd - Part 4

Archive for the ‘ Everyday Life ’ Category

Schon bald Realität? 3sat Neues über Internetzensur und deren Ausmaße

Die Sendung 3sat-Sendung Neues hat ein Zukunftsszenario über die Internetzensur geschnürt. Ob das alles eintreffen wird ist fraglich. Dennoch ist es erschreckend zu sehen:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=r6Qfd1gArUg[/youtube]

[via Netzpolitik]

Firefox Kornkreis

Firefox Crop Circle
Image by John Griffiths via Flickr

Seit dem Film Signs – Zeichen sind sogenannte Crop Circles (zu Deutsch: Kornkreise) immer mal wieder in die Schlagzeilen gekommen. Es handelt sich dabei um Muster, die in Felder geschnitten werden. Nun haben sich einige Mozilla-Verrückte die Arbeit gemacht, ein Firefox-Muster in ein Feld zu schneiden. Das Ergebnis kann man sogar aus der Luft mit Google Earth bewundern.

Weitere Kornkreise, die man mit Google Earth bewundern kann, sind hier aufgelistet.

Quellen:

Firefoxflicks
Keyhole

Netzsperren (vorerst) vom Tisch

Wir haben die Kraft
Image by schoschie via Flickr

Es gibt einen kleinen Grund zum Feiern: Das Wiesbadener Verwaltungsgericht hat das Zugangserschwerungsgesetz, das vom Bundestag verabschiedet wurde, gekippt. Das Gericht stützt dich darauf, dass es keinerlei rechtliche Grundlage für das Gesetz gibt. Das BKA wurde folgend auch dazu gezwungen, dass keine Sperrlisten an die Provider verschickt werden. Hierzu werden auch eidesstattliche Versicherungen des BKA-Präsidenten sowie vom zuständigem Referatsleiter vom Gericht eingefordert. Gleichzeitig hat aber auch die EU-Kommission grünes Licht für das Sperrgesetz gegeben. Es bleibt also spannend in der Netzzensurdebatte.

Trotz des Rückschlags seitens der EU-Kommission: Die Entscheidung des Verwaltungsgericht Wiesbaden ist ein Grund zum Feiern. Es muss der Gesellschaft klar gemacht werden, dass ein solches Gesetz, wie von Ursula von der Leyen gewünscht, gegen die deutsche Verfassung verstößt, die ganz klar vorschreibt, dass eine Zensur (egal in welchem Medium!) nicht stattfindet.

[via ThePain, Cynamite]

Ein Buch zur Geschichte der Piratenpartei – für lau!

Henning Bartels hat ein Buch zu der Piratenpartei, deren Entstehung, Forderungen und Perspektiven geschrieben. Herausgekommen ist ein 290 Seiten dicker Schinken, der wirklich sehr viele interessante Informationen rund um die digitale Partei enthält. Die hauseigene Beschreibung liest sich folgendermaßen:
Unter dem Motto “Klarmachen zum Ändern” ist eine neue Bewegung angetreten und hat aus dem Stand mit 2 % bei den Bundestagswahlen einen bemerkenswerten Achtungserfolg erzielt. Das entspricht rund 850.000 Wählerstimmen! Was sind das für Leute, die die Familienministerin “Zensursula” nennen und das Urheberrecht revolutionieren wollen? Wo kommen die PIRATEN her und wo wollen sie hin? Wie ernst muss man eine Bewegung mit einem solch komischen Namen nehmen und was sind ihre konkreten Forderungen? Der Autor hat die Polit-Aufsteiger in ihrer Heimstatt, dem Internet, besucht und ist diesen Fragen nachgegangen.
Aber jetzt kommt das Beste: Das Buch gibts für lau, nada, niente! Ganz im Sinne der Piratenpartei unterliegt das Buch einer Creative Commons Lizenz und kann für private Zwecke kostenlos heruntergeladen und gelesen werden. Falls jemand das Buch trotzdem im Schrank stehen haben will (und das Buch sieht so aus, als würde es gedruckt was hermachen), der kann es für 19,99 bei dem Contumax-Verlag kaufen.
Ich wünsche viel Spaß beim lesen!

Mehr Wahlbeteiligung durch Onlinewahlen?

Die Wahlbeteiligung der diesjährigen Bundestagswahl war erschreckend niedrig und hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. So lag diese nur auf 70.8 %. Das ist ein alarmierender Wert, wenn man bedenkt, dass 2005 ebenfalls nur 77 % bei den Wahlen waren. Mal zum Vergleich: 1972 lag die Beteiligung auf stolzen 91 %! Danach war die Kurve praktisch nur noch eine Talfahrt und findet dieses Jahr einen neuen Tiefpunkt. Ich finde es recht schade, wenn ich Gründe wie “Keine Lust” oder “Warum soll ich zur Wahl gehen?” höre. Meiner Meinung ist es eine demokratische Pflicht zur Wahl zu gehen.

Wahlbeteiligung_Bundestagswahlen_Deutschland

Doch was hilft? Wie kann man die Wahlbeteiligung wieder bergauf führen? Nun ist die Idee auf Onlinewahlen aufgekommen. So soll man demnächst mit dem Browser die Partei der Wahl anklicken können und so seine Stimme abgeben. Laut einer Forsa-Umfrage des Branchenverbands BITKOM hätten 20 % der Nichtwähler ihre Stimme online abgegeben. Das entspräche einer Steigerung der Wahlbeteiligung um 6 Prozent. Damit kämen wir dann auf ca. 76 % Wahlbeteiligung, was aber immer noch sehr niedrig ist. Dies ist aber nur ein theoretischer Wert. Man könnte auch die Onlinepetitionen als Beispiel anführen. Die Beteiligung an dieser Plattform steigt von Tag zu Tag. Hat man vor einigen Monaten noch damit gekämpft, die 50.000 Pflichtunterschriften zusammen zu bekommen, so ist es heutzutage kein Problem mehr zu einem brisantem Thema die Hürde zu knacken. Nicht ganz unschuldig daran sind Web 2.0 Dienste wie Twitter oder Facebook, in denen sich in kürzester Nachrichten verbreiten lassen.

Allerdings bringen die Onlinewahlen auch Risiken mit sich: So könnte man theoretisch das Passwort eines anderen Bürgers knacken und so die Wahl beeinflussen. Oder man hackt sich sofort in die Datenbank der Wahl und verändert das Ergebnis nach belieben. Es müsste praktisch ein Schutz geschaffen werden. Eine Möglichkeit wäre das: Mit der Wahlkarte, die man per Post erhält, bekommt man auch einen Schlüssel, der in der Wahlkarte steht. Will man dann online abstimmen, so könnte man dies unter der Angabe der Personalausweißnummer sowie dem Schlüssel tun. Die Kombination aus diesen beiden langen Zeichenketten wäre praktisch unknackbar. Wobei man dazu sagen muss, dass nichts unmöglich ist und auch diese Möglichkeit nicht hunderprozentige Sicherheit gewährt. Zudem ist die Wahl unter Angabe der Personalausweißnummer nicht mehr anonym.

Ein schwieriges Thema also. Oder was meint ihr? Pergament oder digitales Papier?

Real Life Twitter

Hier 2 Videos, die euch nicht vorenthalten kann. Es handelt sich dabei um kleine Filme, die Twitter in Real Life darstellen.

Der erste Film spielt im Büro. Ein Arbeitskollege dort kann nur bis zu 140 Zeichen in einen Satz packen und bekommt somit massive Probleme mit seinen Kolleginnen…

Der zweite Film spielt auf offener Straße. Die Person dort schreit förmlich seine Tweet in die Öffentlichkeit und erhält lustige Reaktionen von den Mitmenschen…

[Das Einbetten wurde leider deaktiviert, aber durch diesen Link kommt ihr trotzdem zum Video]

@muentefering war ein Fake – und viele fielen drauf rein

Vor einigen Tagen veröffentlichte Franz Müntefering auf Twitter den Tweet:

Erneuerung heißt konsequent sein. Ich trage politische Verantwortung für das Ergebnis vom Sonntag und mache den Weg nun für andere frei.

Doch halt! Diese Worte kamen nicht aus dem Hals von Franz Müntefering, sondern von metronaut. Diese haben sich am 08. September 2008 den Namen auf Twitter gesichert und veröffentlichte in den einem Jahr knapp 250 Tweets und hat 5.337 Follower gesammelt. Dabei sind viele bekannte Nachrichtenagenturen auf den Fake-Account hereingefallen, wie z.B. Die Welt, die Morgenpost (hat aber eine Korrektur verfasst) sowie die SPD-Münster selbst.

Insgesamt ist es doch ziemlich schade, dass die Journalisten, die ja für Qualität stehen sollen, nicht einmal ihre Quellen überprüfen. Denn ein kurzer Anruf oder eine schnelle Nachfrage bei Franz Müntefering selbst hätte die Sache aufgeklärt. Mir scheint, als wären die Nachrichtenagenturen noch nicht mit allen Facetten des Internets vertraut. Würden sie das sein, wären Ihnen dieser Fehler nicht passiert. Sei es drum, aus Fehlern lernt man. Und spaßig ist die Geschichte doch allemal.

Zensursula hat selber keinen blassen Schimmer…

… wo Kinderpornografie geächtet wird. Das wird aus einer Antwort von dem Portal abgeordnetenwatch deutlich. Zuvor wurde hingegen immer gerne auf Indien oder afrikanische Länder verwiesen, was allerdings immer erfolgreich widerlegt werden konnte. Da bleibt unserer Ursula von der Leyen nicht mehr viel. Also musste eine neue Ausrede her. Hier ist sie:

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich an dieser Stelle nicht einzelne Länder herausgreifen und sie öffentlich an den Pranger stellen möchte. Das wäre hier auch nicht der richtige Ort.

Ah ja. Wo soll man es denn dann “verraten”? Wie wäre es mit einer Halle voller älterer Semester, deren Nichtwissen man über dieses Thema ausnutzen könnte, um immer wieder dieselben Märchen aufzutischen?

[via Netzpolitik]

Ich falle fast vom Glauben ab… (Beckstein und die Killerspiele)

So meinte unser geliebter Günther Beckstein doch in einem Vortrag vor Seniorenpublikum:

Das Spiel Counter-Strike wurde von der US-Army entwickelt, um die Gewaltschwelle bei den Soldaten herabzusetzen. Derartige Spiele gehören nicht nur zensiert, sondern verboten!

Mit platzt bald echt der Kragen. Zum einen wäre an diesem Zitat zu bemängeln (und es gibt Einiges zu bemängeln), dass Counter-Strike -oder wie von uns Computer Freaks Chakas kurz CS genannt- keineswegs von der US-Army entwickelt wurde. Nein, das Spiel wurde von Valve entwickelt, die in keinerlei Kontakt zu der Army stehen (behaupte ich jetzt einfach mal). Mich würde mal interessieren, was Valve selbst dazu sagt… Nein, unser Becki meinte wahrscheinlich das Spiel Americas Army. Dieses Spiel wurde in der Tat von der Army entwickelt. Aber…

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Piratenpartei goes Batman!

Die Piratenpartei Schleswig Holstein hat gestern eine spektakuläre Lightshow organisiert. Grund für dieses Spektakel war die Stallorder des Schleswig-holsteinischen Zeitungsverlag (SHZ), der kleine Parteien wie die freien Wähler oder eben die Piraten ausgeladen hatte. Um auf diesen undemokratischen Zustand aufmerksam zu machen, haben kreative Piraten mit freundlicher Unterstützung der Lichtkunst24 kurzer Hand einen Scheinwerfer organisiert, der solche Power hatte, um das Logo der Piraten auf das Redaktionsgebäude des Zeitungsverlags zu werfen. Die Polizei war übrigens auch vor Ort und kam in der Annahme, man wollte das Gebäude mit Farbe streichen. Dem war aber nicht so. Alles lief sehr friedlich ab.

Hier ein paar Impressionen in Bilder:

Übrigens: Wer das Batman-Pirates Bild als Desktophintergrund haben möchte: bathroomreading hat sich die Mühe gemacht und das Bild ein bisschen aufgepeppt!

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