Everyday Life | Scatterd

Archive for the ‘ Everyday Life ’ Category

Nein Ampel, mein Motor bleibt an!

IBM hat eine neue Technologie entwickelt, die den Benzinverbrauch und infolge dessen auch den Schadstoffaustoß verringern soll. Zusammengefasst wird schlicht und ergreifend ein kurzer Funkimpuls von der Ampel an die davor stehenden Autos geschickt, der die Autos dazu veranlasst, den Motor auszuschalten. Kurz bevor die Ampel auf Grün springt, wird “hat das KFZ dann die Erlaubnis”, den Motor wieder einzuschalten. Nach einer kurzen Verzögerung werden dann auch die Autos in der Schlange gestartet; wenn der Erste steht, können die Restlichen ja schließlich noch nicht losfahren. Entsprechend wird bei der Rot-Phase gehandelt.

Ich persönlich bin nicht davon begeistert. Spritsparen hin oder her: Ich will die Kontrolle über mein Fahrzeug haben. Ich möchte nicht, dass mein Motor ohne meinen Willen einfach ein oder aus geschaltet wird. Und was ist überhaupt in Notfällen? Stellen wir uns mal vor, es käme ein Krankenwagen. Was dann? Zugegeben, mittels eines kurzen Impulses des Krankenwagens könnte der Motor wieder eingeschaltet werden. Es ist aber trotzdem kein schönes Gefühl, dass jemand anderes mein Fahrzeug steuert. Die Batterie wirds mir danken.

Über eine Sache kann man sicher sein: Die Hacker wirds freuen. Einfach mal den Verkehr lahmlegen? Kein Problem, ein schlichter Funkimpuls genügt. Die Hard 4.0, Schweinebacke!

Linkschleuder für den Samstag

Leider finde ich aufgrund meines bevorstehenden Abiturs keine Zeit, um tiefgründige Artikel zu schreiben. Ich bin momentan total eingespannt. Ein dickes Sorry dafür. Bald gibts wieder Frischgedrucktes!

Als Entschädigung für die mauen Tage ohne Artikel hier ein paar lesenswerte Links.

Absolut sehenswert: Peter Kruse erklärt das Internet

Prof. Dr. Peter Kruse erklärt in diesem Interview quasi “alles”, was man über das Internet grundsätzlich wissen muss. Kruse ist ein deutscher Psychologe und lehrt an der Universität in Bremen. Er ist spezialisiert auf die Ausbildung von Netzwerken. Insofern ist der Schritt zum Internet nicht weit.

Bundestag setzt Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” ein

Kurzes Statement zu der Enquete-Kommission, die nun mit der Arbeit begonnen hat.

Vorratsdatenspeicherung: Kein Grund zum Jubeln

Fundierte Fakten zu der vor ein paar Tagen gekippten Vorratsdatenspeicherung. Beleuchtet auch die negativen Seiten dieses Urteils.

Gesperrt, gefiltert, abgeklemmt: Das unfreie Netz

Neue Folge des elektrischen Reporters:

Die Tage des freien Surfens im Internet könnten bald vorüber sein. Länder wie China oder Iran überwachen bereits heute schon jeden Klick ihrer Bürger und stellen Vorschriften auf, welche Seiten diese aufrufen dürfen und welche nicht. Aber auch in Europa ist die Bewegungsfreiheit im Web in Gefahr. In Frankreich können mittlerweile Nutzer mit einem Surfverbot bestraft werden, wenn sie dreimal beim illegalen Musiktausch erwischt werden.
In Deutschland sollten durch das so genannte Zugangserschwerungsgesetz virtuelle Stopp-Schilder vor kinderpornographischen Inhalte errichtet werden. Auch wenn dieses Gesetz vorläufig auf Eis liegt: Kritiker dieser Regelung befürchten, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis andere unliebige Inhalte wie Computer- oder Glücksspiele zensiert werden. Derweil tagen die hinter verschlossenen Türen die führenden Wirtschaftsnationen zum Thema “geistiges Eigentum” – auf ihrer Tagesordnung stehen auch Netzsperren bei Urheberrechtsverstößen. Der Elektrische Reporter über Zensurmaßnahmen und ihre Folgen.

Elektrischer Reporter – Gesperrt, gefiltert, abgeklemmt: Das unfreie Netz

Der Kampf der Verleger gegen Google und meine Worte dazu

Habt ihr das mitbekommen? Da kommt doch tatsächlich eine Klage auf Google zu, da der Suchriese in den Suchergebnissen auf die Onlineartikel von Zeitungsverlagen verlinkt. Gut, dann ist dort vielleicht noch ein kleiner Ausschnitt des Artikels in den Suchergebnissen, der aber nicht mehr Wörter als ein Tweet enthält. Und jetzt sagen dazu tatsächlich die Verleger, dass Google mit deren “[...] aufwendig hergestellten Qualitätsinhalten [...]” Geld verdiene. Nun möchte man für jeden Klick auf einen Artikel, der nicht Google gehört, Geld. Bitte was?

Natürlich, liebe Zeitungen, eine Sachlage lässt sich ja auch super in weniger als 200 Wörtern beschreiben. Ich will darüber hinaus auch noch anmerken, dass über Google der meiste Traffic auf eure Seiten kommt. Es wäre also fatal, nun Google zu beschuldigen. Wenn es euch so stört, dass ihr im Index von Google auftaucht, dann blockt die Suchmaschine doch einfach. Och, geht ja nicht. Dann sind die Besucher futsch.

Aber falls alle Zeitungsverlage wirklich den Suchriesen blocken würden, spinne ich hier mal mein eigenes Zukunftsszenario: Es erscheint kein einziger Artikel einer Tageszeitungen mehr bei Google. Welche Quellen bleiben dann noch als Quellen? Ganz klar: Die Blogger. Wäre doch ganz amüsant, oder?

Natürlich ist es immer einfach, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Ich bitte aber einfach mal darum, eigene Lösungen zu entwickeln.

ZDF testete Nacktscanner: Absolut unnötig!

Bei Markus Lanz lohnt es sich, ab und zu mal einzuschalten. So zum Beispiel auch am 13.01.2010, als es um die Nacktscanner ging, die nun auf deutschen Flughäfen Einzug erhalten sollen. In der Sendung waren neben dem Physiker Werner Gruber auch der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach und ein Sprecher des Nacktscannerherstellers ThruVision.

Gruber fungierte in der Sendung als Testperson, die den Scanner ausprobieren sollte. Er erklärte zuvor, dass er ein schweizer Taschenmesser sowie ein Handy dabei hat. Beides konnte man im Prinzip auch auf dem Abbild des Scanners erkennen (lediglich das Taschenmesser war nicht so ersichtlich, da es in der Seitentasche war und von der Seite kein Scan ausgeführt wurde). Später allerdings offenbarte der Physiker, dass er nicht nur die 2 Gegenstände in den Taschen hatte…

Zum Überraschen aller holte er aus seinem Mund einen Zünder heraus, aus seinen Klamotten noch 3 Flaschen Thermit (brennt bei ca. 3000° C und lässt Metall also einfach schmelzen) sowie ein kleines Röhrchen von seinem Schienbein, das unter einem Pflaster versteckt war. Außerdem hatte er noch ein Feuerzeug in der Tasche. Mischt man alle Substanzen zusammen, lassen sich Temperaturen von bis zu 3000° C erreichen, was ein Flugzeug (die richtige Zündstelle vorausgesetzt) zum Absturz bringt.

Und alle diese Substanzen konnte Gruber trotz Nacktscanner in ein Flugzeug schmuggeln. Damit wäre wohl wieder eindeutig bewiesen: Diese Dinger bringen absolut nichts, außer falsche Sicherheit vorzutäuschen. Es werden Millionen an Euros für einen Pseudoschutz ausgegeben, der die Leute denken lässt, sie wären sicher. Mein Urteil fällt also daher genauso aus, wie das von Werner Gruber: Schwarze Schafe wird es immer geben. Absolute Sicherheit wird nie geben. Deshalb wäre es angebracht, das viele Geld lieber für sinnvollere Sachen auszugeben. Bildung zum Beispiel. Dann würden die Menschen nämlich so einen Pseudoschutz als Verarsche erkennen.

Die gesamte Sendung könnt ihr euch in der ZDF Mediathek nochmals anschauen: http://exit.gulli.com/url/http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/942976/Wie-funktioniert-der-Koerperscanner%253F#/beitrag/video/942976/Wie-funktioniert-der-Koerperscanner

Real Twitter bei MTV Home

Klaas von MTV Home hat sich mal Gedanken um ein Twitter in Real Life gemacht und seine Idee auch direkt in die Tat umgesetzt indem er seine Statusmeldungen einfach mal auf offener Straße herausposaunt:

Kommt euch bekannt vor? Das kann ich mir denken. Schließlich verwendet Klaas auch einige Sprüche von dem original, nämlich dem “Real Life Twitter”-Experiment von collegeHumor:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=tTN9We8unmU[/youtube]

Andererseits aber auch eine lustige Aktion :)

Künftig bessere Netzpolitik?

Markus vom Netzpolitikblog liegt ein Entwurf einer Enquete-Kommission vor. Wer jetzt nicht weiß, was eine Enquete-Kommission ist, der muss entweder einen Franzosen fragen, oder einfach hier weiterlesen. Unter einer Enquete-Kommission versteht man schlicht und einfach eine Arbeitsgruppe, die sich um ein zur Zeit stark polarisierendes Thema kümmern und Lösungen entwickeln sollte. In diesem Fall geht es um das Thema Netzpolitik. So ist es nicht gerade verwunderlich, dass die Enquete-Kommission den Namen “Internet und digitale Gesellschaft” trägt.

Unter anderem muss sich die Versammlung, die aus 13 Mitgliedern besteht, mit diesen Themen verfassen (Zitat von Netzpolitik, Creative Commons sei dank!)

Kultur und Medien

  • Stärkung der Medienverantwortung (Anbieter und Nutzer)
  • Veränderungen der Produktion, Distribution und Nutzung von künstlerischen Werken
  • Stärkung des Bewusstseins für den Wert geistigen Eigentums
  • Maßnahmen zur digitalen Sicherung des kulturellen Erbes und seiner Nutzung
  • Erhaltung und Sicherung von Medien- und Meinungsvielfalt

Wirtschaft, Umwelt

  • Sicherung eines funktionsfähigen Wettbewerbs zur Vermeidung marktbeherrschender Stellungen einzelner Unternehmen
  • Klima-, Umwelt- und ressourcenschonende Gestaltung der Informationstechnik (Green-IT)

Bildung und Forschung

  • Förderung der Medienkompetenz, Medienerziehung in Schule, Hochschule sowie Aus- und Weiterbildung
  • Internationale Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft
  • Strategien zur Überwindung der digitalen Spaltung (Digital Divide)
  • Initiativen zum freien Zugang zu den Ergebnissen staatlich finanzierter Forschung (Open Access)
  • Weiterentwicklung und Definition offener Standards und Normen

Recht und Innen

  • Sicherung eines freien und ungehinderten Zugangs zum Internet für alle Nutzer und Informationsanbieter (Netzneutralität)
  • Gewährleistung einer vertrauenswürdigen, leistungsfähigen und sicheren Internet-Infrastruktur (staatlicher Schutz gegen Gefahren von innen und außen)
  • Bedrohungen durch Computer- und Internet-Kriminalität, -Terrorismus, -Spionage und -Sabotage
  • Verbraucherschutz (Missbrauch bei Massenabmahnungen, Rechtssicherheit im elektronischen Handel)
  • Durchsetzung berechtigter und Abwehr unberechtigter Ansprüche, auch im internationalen Rechtsrahmen
  • Zukunft des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung
  • Wahrung der Persönlichkeitsrechte
  • Rechtliche und technische Voraussetzungen für Datenschutz und Datensicherheit (bei privaten Unternehmen, insbesondere sozialen Netzwerken; Cyber-Mobbing, datenschutzfreundliche Technologien)
  • Realität und Umsetzung des Jugendschutzes (z.B. unterschiedliche internationale Rechtsnormen)
  • Konsequenzen aus der Konvergenz von Medien- und Telekommunikationsanbietern
  • Weiterentwicklung dieser Rechtsgebiete, auch in der Wechselwirkung von Bundes- und Landesrecht und unter Berücksichtigung des europäischen Rechtsrahmens

Gesellschaft und Demokratie

  • Weiterentwicklung der staatlichen Dienstleistungen (eGovernment)
  • Strategien für einen freien Zugang zu staatlichen Informationen (Open Data)
  • Soziologische Auswirkungen (Digital Immigrants und Digital Natives)
  • Möglichkeiten für neue Formen der Bürgerbeteiligung (E-Petitionen, Kommunalpolitik)

Interessante Punkte sind auf jeden Falldie Punkte OpenAccess, Netzneutralität, OPen Data und die relevanten Punkte bezüglich des Urheberrechtes. Mehr als diese Themenpunkte sind leider bislang noch nicht bekannt. Weitere Informationen sollen aber morgen das Licht der Welt erblicken.

Ob das aber nun letztlich ein Wendepunkt in der veralteten Netzpolitik ist, wage ich einfach mal zu bezweifeln. Die CDU hat bislang leider kaum Einsicht gezeigt und die FDP ist zu scheu. Ich bin trotzdem gespannt.

“Für FKK-Flüge!”: Piratenpartei-Nackt-Flashmob auf deutschen Flughäfen + Bilder! [UPDATE: Nun auch Video!]

Lauter nackte News heute?! Die Piratenpartei hat angesichts der von der Regierung geforderten Nacktscanner auf deutschen Flughäfen einen Flashmob geplant bzw. schon teilweise durchgeführt. Geplant ist, dass die Demonstranten schon teils ohne Bekleidung zu der Demo kommen. So in dem Sinne: “Ihr braucht uns nicht scannen, wie sind doch schon nackt!”

Bilder vom Berliner und Frankfurter Flughafen sind schon online.

Hier ein paar Pics von entartete-kunst (missi) und Marvin:

UPDATE!:

Nun gibt es auch Videomaterial der Aktion:

Berlin:

Frankfurt am Main:

Düsseldorf:

Media Markts Agenda 2010 – Wer hat letztendlich gewonnen?

So häufig, wie der Spot bzw. die Werbung im Fernsehen läuft, kann man an der Aktion von Media Markt quasi nicht vorbei kommen. Die Rede ist von der Agenda 2010. Für diejenigen, die noch auf dem Schlauch stehen, hier eine kleine Beschreibung: Bei der Agenda 2010 handelt es sich um eine Aktion von Media Markt, bei der jeder 10. Einkauf umsonst ist. Alles was du dafür tun musst, ist die Endziffer deines Kassenbons mit der gelosten Zahl vergleichen. Stimmen diese beiden überein, so kannst du am nächsten Tag in den Laden gehen und dein Geld zurück bekommen.

Meine Frage an euch wäre nun: Seid ihr einer der Glücklichen, die bei der Aktion gewonnen haben? Schreibt mir eure Erfahrungen in die Comments!

Frohes neues Jahr!

Da sich das Team um Scatterd leider nicht vergrößert hat, muss ich immer noch im Sinne aller Mitarbeiter des Ein-Mann-Teams dieses Blogs sprechen und wünsche euch ein erfolgreiches, neues Jahr 2010!

Frohes neues Jahr! (c)

Frohes neues Jahr! (c) photobunny

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