Zusammenfassung der flattr Einnahmen von deutschen Blogs und Webseiten | Scatterd

Zusammenfassung der flattr Einnahmen von deutschen Blogs und Webseiten

Viele “große” deutsche Blogs sind gerade dabei, den Micropaymentservice flattr einzuführen. Das Prinzip dahinter ist einfach: Jeder flattr-Nutzer zahlt pro Monat einen konstanten Betrag auf sein Konto ein. Im Moment sind Beträge von 2 bis 20 Euro möglich. Am Ende des Monats wird dann der Betrag unter den Bloggern aufgeteilt, dessen Artikel man besonders gerne mochte. flattr’t  man zum Beispiel nur einen Artikel im Monat, werden die ganzen 2 Euro dem Blogger aufgeteilt. Bei 2 Artikeln sind es dann 1 Euro pro Blogger und so fort. Für diejenigen, denen das Prinzip noch nicht ganz klar ist, ist hier ein kleine Video, was jede Fragen beantworten sollte.

Ich fasse in diesem Artikel mal die flattr-Einnahmen mancher Blogger zusammen, um zu sehen, ob der Dienst was taugt.

Enno von YuccaTree Post+

Enno hat Mitte Mai den flattr-Button auf seinem Blog eingebaut und war umso überrascht, dass am Ende des Monats doch 17,54 Euro zusammen kamen. Wohl gemerkt, das war nur ein halber Monat.

Robert von written in basic

Robert Basic’s flattr-Buttons wurden vergangenen Monats 29 mal angeklickt. Daraus resultierte ein Gesamtbetrag von 4,91 Euro. Allerdings muss man auch hier anmerken, dass er den flattr-Button erst Ende Mai eingebaut hatte (“Hatte Flattr nicht den ganzen Monat Mai laufen, sondern rund 7-10 Tage vor Monatsende”).
Wer noch mehr Statistiken lesen möchte, dem kann ich den Artikel auf written in basic empfehlen. Robert hat innerhalb einer Umfrage ein paar interessante Fakten gesammelt.

Markus von netzpolitik.org

Markus ist wie die obigen Kandidaten erst seit kurzer Zeit bei flattr, konnte aber schon 39 Euro einnehmen.

taz

Ja, sogar die tageszeitung ist bei flattr und versucht somit, die Internetpage zu monetarisieren. Es gehört wohl hier zur Pflicht zu sagen, dass auch diese Seite erst seit 12 Tagen vor der ersten Zahlung am 1. Juni bei flattr eingestiegen ist. Die taz übertrumpft aber alle andere Blogs mit einer stolzen Summe von 143,55 Euro.

Johnny von spreeblick

Auch spreeblick konnte einen stolzen Betrag einfahren. So hat Johnny nach 14 Tagen 110,94 Euro eingenommen. Weiterhin findet man nun auch eine Umfrage in seinem Artikel, die fragt, ob man flattr nutzt.

carta

Auch carta benutzt nun flattr und kann mit satten 122,56 Euro den Monat Mai abschließen. Allerdings finde ich im Artikel nichts darüber, wie lange der Button im Mai eingebaut war. Es kann gut sein, dass auch bei carta der Mai nur “12 Tage hatte”.

lawblog

Der lawblog flattrt auch und kam auf 33,06 €.

Tim Pritlov von The Lunatic Fringe

Der mit Abstand erfolgreichste “Flattrer” war Tim Pritlov. Er konnte sogar die 200-Euro-Grenze knacken und schloss den Mai mit sehr sehr stolzen 208,54 Euro ab. Damit hat er einen Abstand von ca. 65 Euro von dem “Zweitplatzierten”, die taz. Allerdings muss man dazu sagen, dass Tim einer der ersten war. So erzählt er in seinem Artikel, dass er die User-ID 243 hat. Mittlerweile gibt es über 16.000 User. Darüber hinaus konnte Tim im Mai 1501 Klicks einfahren, was also 14 Cent pro Klick sind.

Das war also mal ein kleiner Exkurs in Sachen Blogeinnahmen. Im Großen und Ganzen sieht es wohl so aus, als ob sich flattr lohnen wird. Für viele Blogs scheint das ein schöner Nebenverdienst zu sein. Was ich erstaunlich finde, sind die hohen Beträge von der taz sowie von spreeblick, da flattr derzeit noch in der Betaphase ist und nicht viele Benutzer zählt (wohlgemerkt, man kommt nur durch einen Invite an einen Account).

Für eine umfassende Analyse muss man flattr aber mehr Zeit geben und sehen, wie sich die ganze Geschichte entwickelt. Cheers!

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  1. Schöne Zusammenstellung. Den König der Flattermänner hast aber vergessen: Tim Pritlov mit 208,54 Euro

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  2. Du hast meine 0,18 € vergessen xD:
    http://hezig.de/2010/06/digitale-flatulenz-flattr/

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  3. Habe von diesem System erst heute durch Zufall etwas gelesen, tolle Idee, sollte man beobachten.

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  4. Bis auf die eine handvoll an prominenten Blogs wird kaum jemand ernsthafte Einnahmen generieren. Es liegt in der Natur der Sache, daß sich das Interesse dort konzentriert, wo es eine bekannte Marke gibt. Sei es Spiegel Online oder der Spreeblick. Die anderen Amateure werden weiterhin das Ganze nur als Spaß betreiben. In diesem Sinne macht es keinen Unterschied ob die Einnahmequelle, die jetzt fließt oder tröpfelt Google AdWords heißt oder Flattr.

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    • Sehe ich genau so wie du, Ralf.
      Flattr wurde die vergangenen Wochen ein wenig hochgelobt. Letztendlich werden aber nur die “Großen” von der ganzen Geschichte profitieren.

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  5. so recht kann ich mir nicht vorstellen, dass dies funktioniert, bzw. dass man damit reich werden kann :(

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  1. 3. Jun. 2010
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