2009 November | Scatterd - Part 4

Archive for Nov. 2009

Was für ein Gehampel, diese Browserdiskussion

Kennt ihr auch diese Sachen, wo ihr denkt “Ja gut, dann ist ja alles geklärt. Alle sind zufrieden.” und es dann nachher wieder los geht? So oder so ähnlich ergeht es zur Zeit auch in der Browserdiskussion. Wer sich nicht erinnern kann: die Browserhersteller Opera, Mozilla und Google hatten sich bei der EU-Kommission beschwert, dass sich die Monopolstellung von Microsoft schlecht auf den Browsermarkt auswirke. So benutzen viele standartmäßig den Internet Explorer, da sich von den anderen Browsern gar nichts wissen und gar nicht in die Berührung mit Browseralternativen kommen. Ergo waren Mozilla, Opera und Google böse.

Nachdem sich Microsoft dann den Wünschen gebeugt hat und den Forderungen der EU folge geleistet hat, dachte man, dass das Thema vom Tisch wäre. Eine kleine Browserauswahl nach der Installation von Windows sollte den Wettbewerb wieder anschaukeln und einen gerechten Markt schaffen. Die User können sich ja nun aussuchen, welchen Browser sie benutzen wollen. Man könnte meine, die Diskussion wäre (endlich) vorbei.

Doch jetzt hagelt es neue Kritik. Das ganze Blabla lasse ich hier mal außen vor und komme direkt zu den neuen Forderungen der Alternativen.

  • Mozilla (Firefox) will, dass sich die Browser des Auswahlmenüs bei jedem Öffnen willkürlich neu anordnen.
  • Opera will, dass die Browserauswahl in einem neutralen Menü (ohne Microsoftlogos) angezeigt wird. Zudem soll der Nutzer regelmäßig befragt werden, ob er mit dem Browser noch zufrieden ist.

OK, über die Gestaltung des Menüs und die Anordnung der Browser in der Auswahl kann man diskutieren. Bisher wurden die Browser in alphabetischer Reihenfolge angezeigt. So landet Mozilla auf den hinteren Plätzen. Demnach ist die Kritik verständlich und eine willkürliche Anordnung sinnvoll. Aber der 2. Vorschlag von Opera schlägt dem Fass ja wohl den Boden aus, oder?

Ich soll alle paar Wochen befragt werden, ob mir der Browser noch gefällt. Gehts noch? Wenn das so ist, dann verlange ich aber einen “Ja, verdammt nochmal und höre jetzt auf zu fragen!!”-Button. Ein Browser ist doch nicht alles auf dem System. Dieser Vorschlag von Opera ist absolut schwachsinnig. Dass der Browsermarkt nicht fair war, das stimmt. So ist es ja auch mit Netscape zu Ende gegangen, als Microsoft den Internet Explorer standartmäßig mit auslieferte. Aber nun geht die Diskussion eindeutig zu weit. Diejenigen, die sowieso keine Ahnung von Browsern haben und auch keinen Bock besitzen, sich mit anderen Alternativen auseinander zu setzen, wird der Browser am Allterwertesten vorbei gehen und in der Browserwauswahl einfach den ersten in der Liste anklicken. Hauptsache, man kann surfen. Und diejenigen, die sich mit dem Thema auskennen, werden auch schlau genug sein, sich einen anderen Browser auszuwählen. So, und wenn ich dann noch ständig gefragt werden, ob ich noch mit meiner Auswahl zufrieden bin. Dann reichts!

Was war eigentlich der erste Tweet?

Twitter Meta Moo! too far?
Image by Josh Russell via Flickr

Diese Frage stellte ich mir vor einigen Tagen und eigentlich wollte ich diesen Artikel schon längst geschrieben haben. Wie dem auch sei…

Ja, was war eigentlich der erste Tweet? Ich habe mir mal ein bisschen Gedanken darüber gemacht und im Internet gegraben. Zunächst einmal sollte man sich fragen, wer bzw. wo der erste registrierte User von Twitter ist. Nach ein bisschen Suchen kommt man zu dem User @jack. Jack heißt mit vollem Namen Jack Dorsey und ist (weiß es einer?) Mitgründer von Twitter. Er war für die hauptsächliche Programmierung der Website tätig. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass er einer oder sogar der erste User ist. Doch halt, genau genommen war Jack nicht der erste. Denn er trägt die User-ID 12. Wo sind also die ersten 11 Nutzer?

Die Antwort liegt klar auf der Hand und ist mehr oder weniger trivial: Die User 1-11 waren wahrscheinlich Testaccounts, die zum Ausreizen des Systems erstellt wurden. Nachher, als alles dann funktionierte, löschte man sie und benutze trotzdem die alte Datenbank weiter ohne sie neu einzurichten. Das ist ein bewährtes Prinzip und machen viele Entwickler so. Halten wir also bis dahin fest: Der erste Twitteruser war @jack.

Jetzt muss man eigentlich nur noch in seiner Timeline zurück gehen und zum ersten Tweet browsen. Und was sehen wir da?

just setting up my twttr
9:50 PM Mar 21st, 2006 from web

Dieser Tweet trägt die status-ID 20 und ist in Folge dessen also auch nicht der aller erste Tweet. Die ersten Tweets wurden wahrscheinlich auch zu Testzwecken erstellt und bei Inbetriebnahme der Website gelöscht. Schade drum, sei es drum.

Halte wir also fest: Der aller erste Tweet kam von Twitter Mitbegründer Jack Dorsey und trug den Inhalt: “just setting up my twttr”. Interessant ist auch, dass die damalige Schreibweise wohl statt Twitter, twttr sein sollte. Gut, dass sie sich darüber nochmal Gedanken gemacht haben.

Prince of Persia: Sands of Time – Offizieller Trailer ist da!

Einige von euch werden es vielleicht schon mitbekommen haben: Die Prince of Persia Reihe wird verfilmt! Nunja, möglicherweise nicht die ganze Reihe. Aber zumindest schon mal der Teil The Sands of Time. Und zwar nicht von irgendeinem oder Uwe Boll. Nein, sondern von Jerry Bruckheimer (das ist der von Fluch der Karibik und BadBoys). Das Studio ist Disney und den Prinzen, den spielt Jake Gyllenhaal. Das Budget für den Film beläuft sich auf 200 Millionen $. Ob der Film so toll wird, wie sich die Fakten lesen, wird sich zeigen. Fest steht aber: Bei dieser Spielumsetzung ist deutlich mehr Aufwand betrieben worden, als für andere Produktionen. Könnte das in Zukunft heißen, dass Spielumsetzungen besser produziert werden und populärer werden?

Einen ersten Eindruck von The Sand of Time könnt ihr euch selber machen, indem ihr euch den brandneuen Trailer anschaut. Viel Spaß!

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=1h3lBtn6r50[/youtube]

Sorry, ich hab keine andere gute Videoquelle gefunden. Durch einen Klick gelangt ihr aber nach Youtube.

SWR2 Sendung zu Creative Commons und einer freien digitalen Kultur

CC on Light

Image by yoheiyamashita via Flickr

Die SWR2 Sendung “Wissen” hat heute einen Bericht über die neue, freie digitale Kultur gesendet. Dabei kommt unter anderem das Lizenzbaukasten-Prinzip Creative Commons zur Sprache und die Vorteile des Internets für den Kulturaustausch insgesamt. Die Sendung ist auch online verfügbar und kann hier angehört werden.

Den Bericht habe ich noch nicht durchgehört. Anscheinend soll die Sendung aber gut sein, wie man aus den Kommentaren des netzpolitik Artikels entnehmen kann.

Apple will den eBook Markt erobern

Amazon Kindle e-book reader being held by my g...
Image via Wikipedia

Eigentlich ist es nicht ganz abwegig: Apple hat nun, nachdem Spiele auf den Ei-Geräten so beliebt waren, vor, den elektronischen Buchmarkt zu erobern. Naja, eigentlich war es nicht beabsichtigt. Vielmehr ist es so, dass in den Verkaufzahlen überraschenderweise mehr Bücher als Spiele verkauft werden. Huch?! Apple sieht nun vor, in ihren Stores nun einen Schwerpunkt auf eBooks zu setzen bzw. den Buchmarkt weiter auszubauen. eBooks können einfach durch das Gerät online erworben werden. Schwupps, ist das Buch auf dem iPod bzw. iPhone. Demnach kann das iPhone ein ernst zunehmender Konkurrent für den derzeitigen (zugegeben geringen) eBook-Reader Markt werden.

Dennoch habe ich hier ein wenig Kritik: Der größte Kritikpunkt ist sicherlich das zu kleine Display des iPhones. 3.5 Zoll sind meiner Meinung nach zu wenig, um dauerhaft auf dem Bildschirm zu schauen. e-Book Reader haben da ein entschieden größeres Display. Und was noch wichtiger ist: Sie haben ein freundlicheres Display, und zwar eines, dass auf eInk-Technologie aufbaut. Diese Display haben den Vorteil, dass sie das Licht wie ein normales Blatt Papier reflektieren und es somit viel entspannter ist, dort ein Buch zu lesen. Besonders wenn das Buch “dick” (was ja bei eBooks nicht ganz zutrifft ;) ) ist. Bei iPhone allerdings ermüden die Augen nach dauerhafter Benutzung.

Aus den oben genannten Gründen glaube ich nicht, dass sich die Ei-Geräte dauerhaft auf dem eBook-Markt durchsetzen werden. Mal kurz ein PDF lesen, ok. Aber nein, keine 200 Seiten.

Ninite – Die wichtigsten Programme in einem Rutsch installieren

Ihr kennt das Problem (besonders dann, wenn ihr euer System neu eingerichtet habt): Unzählige Programm, die euch den Alltag erleichtern und bereichern (wie z.B. AIMP, 7-Zip, Firefox oder Flash) müssen neu installiert werden. Das ist sehr mühselig. Jedes Programm muss einzeln heruntergeladen und installiert werden. Je nach “Ausstattung” kann das schon mal 1-2 Stunden dauern. Doch glücklicherweise gibt es jetzt Abhilfe, Ninite!

Ninite

Das ganze Prozedere läuft wie folgt ab: Ihr klickt die zu installierenden Anwendungen auf der Website an und klickt auf “Get Installer”. Anschließend wird für euch ein individueller Installer zusammengestellt. Führt ihr diesen aus, so werden die ausgewählten Anwendungen ohne Werbung oder etwaige Toolbars installiert. Ja sogar der Ninite Installer verursacht keinen Datenbalast und hinterlässt keine Dateileichen.

Ich finde diese Website überaus nützlich! Besonders bei dem Wechsel von XP zu Windows 7 hätte ich das gut gebrauchen können. Blöderweise kenne ich diese Website erst seit heute. Aber für diejenigen, die ihr System neu einrichten werden, ist die Seite sicherlich eine gute Methode, um seine Wunschapps zu installieren.

Du bist alleinr!

Digital Natives kennen das: Hier poppt ein neuer Tweet auf, dort schreibt man einen Blogeintrag, ein neues Foto bei Facebook, Meetings planen bei XING, eine neue Nachricht kommt bei ICQ rein und nebenbei wieder ein neuer Tweet. Irgendwann wird das zuviel, arrgghh! Deswegen gibt es jetzt Abhilfe, denn in Zeiten des Web 2.0 kann das Surfen sehr anstrengend werden. Falls ihr Ruhe braucht, zieht euch mal zurück, allein!

alleinr

Alleinr erfüllt einen ganz einfachen Zweck: Die Seite hilft Digital Natives, sich einfach mal zurück zuziehen. Zugegeben, wenn man Abstand braucht, ist es doch besser den PC auszuschalten. Aber ein Gag ist es allemal.

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