Heute schon Wasser getrunken? Sinn und Unsinn der „Trink-Wasser-Apps“

Na, heute schon getrunken? So oder ähnlich könnte die Benachrichtigung einer App lauten, welche dich täglich daran erinnert, genügend Flüssigkeit zu dir zu nehmen. Doch, warum braucht man eigentlich eine solche Erinnerung? Es sollte doch zu den Grundbedürfnissen eines Menschen gehören, genügend Wasser zu trinken.

Stein des Gedankenanstoßes dieses Artikels ist der App-Deal der Woche im Google PlayStore: Aqualert. Diese App berechnet anhand deiner Körperdaten deinen Flüssigkeitsbedarf und erinnert dich ebenso, diesen zu stillen. Eigentlich ja ganz nett. Nur: Braucht man das wirklich? (Junge) gesunde Menschen sind doch meiner Ansicht nach in der Lage, ihren Flüssigkeitsbedarf selbstständig zu stillen und sind (Gott sei Dank) nicht von Natur aus darauf angewiesen, genügend zu trinken. Der Körper meldet sich schon.

Klar, natürlich gibt es auch Ausnahmen: Für ältere oder kranke Menschen, welche das Trinkbedürfnis ihres Körpers nicht mehr wahrnehmen oder unter Demenz leiden, kann eine „Trink-Wasser-App“ durchaus sehr sinnvoll sein. Aber ich bezweifel, dass diese Menschen unter die Zielgruppe von Smartphones und im Speziellen von Wasser-Apps fallen. Und die gibt es zuhauf: Aqualert, Wasser trinken Erinnerung (Pro), Hydro Coach (Pro), Wasser Zeit – Trink Wasser!, …. Und teilweise haben diese Apps Millionen an Installationen. Warum? Es ist mir wirklich ein Rätsel.

Sind die Menschen tatsächlich so technikabhängig geworden, sodass an das Grundbedürfnis Trinken nicht mehr gedacht wird? Ich kann es mir eigentlich kaum vorstellen. Wahrscheinlich wird es für die meisten lediglich eine nette Spielerei mit begrenztem Informationswert und geringem Nutzungszeitraum sein. Zudem: Mir wäre es viel zu zeitaufwendig, bei jedem Glas Wasser eine Notiz im Handy zu erstellen. Irgendwo hört es dann doch auf. gg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.