Dinge, die mich an Android stören…

… und die mich von einem Kauf eines Smartphones mit Android als Betriebssystem noch ein wenig abhalten. So oder so ähnlich könnte der Titel dieses Artikels sein. Da ich ja nun Zivi bin, verdiene ich den ein oder anderen – wohlverdienten! – Cent. Deswegen bin ich zu dem Entschluss gekommen, mit etwas Schönes zu kaufen. So Elektroniks und mit Strom und sowas! DIe Wahl fällt bei mir entweder auf einen Flatscreen oder ein neues Handy, da mein D900i mittlerweile auch schon etwas älter ist. Ich will Facebook und Twitter mobil, immer!

Ihr kennt mich: Ich mag kein Apple und mag Android. Jedenfalls war ich – bevor ich mich ein wenig praktischer mit Android beschäftigt habe – Android-Schwärmer. Ich mag Android immer noch sehr, glaube ich. Jedenfalls ist der Gedanke eines offenen OS dahinter der richtige Weg. Wie gesagt habe ich mich nun ein wenig, ja ich sag mal anwendungsbezogener, mit Android beschäftigt, was heißt: Wie läuft das Bezahlen im Store ab, wie geht das mit den Updates, etc.

Kommen wir zum ersten Punkt, dem Bezahlen im Android App Store. So wie ich das bisher verstanden habe, ist das Bezahlen lediglich mit Google Checkout möglich. Klar, Google möchte mit dem eigenen Betriebssystem das eigene Zahlsystem ins Spiel bringen. Schließlich hat Google Checkout in Deutschland zumindest noch keine große Rolle gespielt.
Bei Google Checkout gibt man seine Kreditkartendaten an. Ich habe noch gar keine Kredidkarte. Selbst wenn: Ich weiß nicht, ob ich diese Google anvertrauen würde. An dieser Stelle greift das Argument „Hinter Android steckt die Datenkrake Google, also kannste es vergessen.“ wieder.
Es ist ja OK, dass Checkout eine Bezahlmethode ist, aber weitere Systeme einzuführen, wäre sicherlich wünschenswert. Paypal oder die Abrechnung mit der Handyrechnung. Wisst ihr, was perfekt wäre? Eine kleine Karte mit Strichcode oder QR-Code, den man – mit Hilfe der Kamera des Phones – einscannt und dann noch einen persönlichen PIN eingibt. Darf ich das als Patent anmelden? Das wäre zudem auch noch sicher, damit der Dieb deines Smartphones sich nicht dumm und dämlich einkaufen kann.

Das zweite was mich an Android stört: Das Updatesystem. Wenn ich mir jetzt ein Androidhandy kaufe, will ich auch die Updates der nächsten Versionen haben. Beispiel wäre das Update auf Android 2.1, bei dem Flash hinzukam. Es gibt allerdings Handys, die das Update nie bekommen haben, da der Hersteller dies auf der einen Seite nicht eingefahren hat. Manche fahren immer noch auf 1.6. Das ist scheiße.

Dritter Punkt. Oben haben wir schon die Behauptung gehabt, Google sei eine Datenkrake. Klar, das ist sicherlich nicht ganz falsch. Allerdings muss man fairerweiße auch sagen, dass Google wirklich sehr gute Services anbietet. Mein Gott, wie oft nutze ich Maps oder auch nur die Google Suche. Und das alles ist kostenlos. Und die Leute nehmen es auch gerne herzlich an, und meckern dann aber einerseits, dass Google Daten sammelt. Google muss Daten sammeln, denn die Haupteinnahmequelle vom großen G ist die Werbung und die will man so gut wie es geht gestalten. Deswegen sammelt man Nutzerdaten, um Werbung zu präsentieren, die den Nutzer am meisten interessieren. Das ist alles. Und noch was: Google hatte noch nie eine Datenpanne, wie die Telekom oder andere deutsche Firmen.
Versteht mich nicht falsch, ich will Google nicht in den Himmel loben. Ich möchte lediglich einmal aufklären.
Kommen wir nun wieder zu Android. Ich würde gerne wissen, welche Daten zu Google übertragen werden. Wird mein Telefonbuch übertragen? Meine Termine, mein Datenverkehr? Wäre super, wenn mich ein Androidnutzer in dieser Hinsicht aufklären würde. 🙂

Ansonsten: Was gefällt euch an Android, was ärgert euch? Immer her damit!

Ein kleines Info-Update:
Mit Android 3.0 (Release im 4. Quartal 2010) wird auch eine neue Benutzeroberfläche ausgeliefert werden. Das ganze hat den Sinn und Zweck, dass Hersteller keine angepasste GUI mehr entwickeln müssen. Letztere haben nämlich den Updatezyklus des System ins Stocken gebracht. So vergingen teilweiße Monate, bis das neueste Androidupdate auf das Smartphone kam, da die GUI (wie z.B. HTC Sense) noch angepasst werden musste. Damit dürfte das Problem, dass Smartphones mit veralteten Versionen ausgeliefert werden, Geschichte sein. Hoffentlich.

6 Gedanken zu „Dinge, die mich an Android stören…“

  1. Dass Google alle möglichen Daten liebt, ist ja nicht gerade unbekannt. Aber hast du mitbekommen, dass Apples iPhones die WLans in der Nähe automatisch an Apple weitergetragen hat?!
    Und viele Alternativen zu Android oder iPhone gibt es ja nicht. Außer Palm mit dem Palm Pre und die sind pleite …

    1. Das stimmt, die Alternativen sind nicht gerade groß. Das iPhone käme für mich eh nicht in Frage, aufgrund der Firmenpolitik.
      Das Nokia N8 gefällt mir auf den ersten Blick noch ganz gut, allerdings liegt Nokia mit Symbian im Moment noch auf dem Abstellgleiß, leider. Ansonsten ist das N8 ein super Handy.
      Im Zweifelsfall muss man wohl die Vor- und Nachteile abwägen und dort liegt Android -bei mir- vorn.

  2. Hab mir vor einem Jahr das Samsung i8910 geholt. Ist ein super Handy, aber mit Symbian ein scheiß OS. Kaum Apps, offiziell nur ein Store für Leute mit Symbian auf Nokia-Handy usw.

    Jetzt ist mein Wunschkandidat das HTC Desire…ich hab einige Kumpels, die auch das Dings haben. Und als erstes würde ich auf ein Alternativ-Image umsteigen. Dann kann mir kein Proivider mehr reinreden oder Updates vorenthalten…

  3. Ich hatte bis jetzt Nokia Handys. Zuletzt eines der E Serie mit Symbian OS S60 V3 FP1.
    Im Grunde war ich damit zufrieden.

    Jetzt hab ich mir eine Offenes Samsung Galaxy S I9000.
    Nach dem kauf musste ich erstmal auf das Android 2.2 Updaten. Aber nach einigen Tagen mit dem Telefon muss ich sagen das ich mit einigem nicht zufrieden bin.
    Ich kann bei dem nicht zwischen SMS und MMS wechseln. Beim Nokia war es möglich einen langen Text als SMS zu senden. Auch wenn der als mehrere SMS versendet wurde. Das Samsung macht bei mir automatisch eine MMS daraus. Bei einer SMS Flatrate nicht gerade günstig. Um den Android Market nutzen zu können musste ich ein Google Konto mit GMAIL anlegen. Das Samsung ist auch ständig mit dem Internet Verbunden. Es ist ein extra APP notwendig um das Abzustellen.
    Die Navigation mit Google Maps ist ein einem Gebiet das nur schlecht mit GSM oder UMTS versorgt wird nicht wirklich möglich, da das Kartenmaterial aus dem Internet geladen wird. Nokias Ovi Maps ging selbst im Offline Modus und war bei meinem Gratis dabei.
    Aber auch einiges Gutes gibt es beim Android. Eine große Auswahl an Apps. Egal welche Funktion ich suchte es gibt ein App dafür. Aber wie hier schon erwähnt wurde braucht man eine Kreditkarte. Auch wenn ich so etwas habe würde ich die Nummer nie an Google weitergeben.

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