Schlechte Noten für das Tablet von Marktkauf

Einige von euch werden sicherlich mitbekommen haben, dass die Warenhauskette Marktkauf vor kurzen ein 7“ Androidtablet im hauseigenen Onlineshop angeboten hat. Das ganze für „läppische“ 179 Euro. Ein guter Preis, denkt man doch an das Elitetablet iPad, das gut und gerne mehrere hundert Euro kosten kann. Wie gesagt, das ist dann aber auch das Elitemodell. Ich bin wahrhaftig kein Applefanboy, aber bisher gibt es zum iPad keine Referenz.

Dabei klingen die „Rohdaten“ des Surfers, wie das Marktkaufpad genannt wird, eigentlich nicht schlecht: WLAN, ein 7 Zoll Touchdisplay und das alles basierend auf einer Android-Plattform. Wie gesagt, für 180 Euro kann man da schon mal zuschlagen. Bei einigen Kunden kam der Surfer heute an – und viele geben es gleich wieder zurück.

Das allererste, was man bei dem Tablet wahrnimmt, ist sicherlich das Display. Dieses ist 7 Zoll groß, blöderweise aber ein resistiver, und kein kapazitiver Touchscreen. Im Klartext bedeutet das, dass das Display auf Druck reagiert und nicht, wie beim kapazitiven Touchscreen, auf ein elektrisches Feld, was selbst durch eine sehr leichte Berührung des Displays reagiert. Aufgrund des niedrigen Preises wurde hier natürlich kein hochwertiger Screen eingebaut, was sich auch in den Meinungen einiger Kunden niederschlägt: „Display nicht bedienbar und ungenau.“.

Zudem gibt es ein Problem mit dem Androidsystem: Zugegeben, nicht mit dem System an sich, das ist sicherlich fast fehlerfrei. Blöd ist aber, dass man keinen Zugriff auf den Androidmarket hat und so der Zugang zu zigtausend Apps verwehrt wird. Schade, aber ein Lizenz wäre sicherlich zu teuer gewesen.

Der dritte Punkt ist der schlappe Akku. Meinungen zufolge hält das Gerät nur eine knappe Stunde durch. Für schönes mobiles Surfen ist das sicherlich nicht schön. Zuhause ist das schon okay, aber trotzdem möchte ich nicht nicht nach jeder Benutzung die Steckdose aufsuchen. Wenn es überhaupt eine Benutzung durchhält.

Klar, ich persönlich habe das Tablet noch nicht getestet, aber viele Kundenmeinungen klingen einfach nicht schön, wie diese von snappy (Foreneintrag aus android-hilfe):

Meins ging heute zurück. Mit dem Krüpelding darf sich wer anders ärgern … Akkulaufzeit noch nichtmal ne Stunde … Display nicht bedienbar und ungenau. Marketplace nichts downloadbar. Kein Video App. Keine 1080P nur 720P. System reagiert träge und ungenau. Null Dokumentation oder Anleitung. Das ganze System wirkt wie gehackt/gefrickel … warum sehe ich als Endanwender Developer Tools? Das geilste ein Original Zahnstocher beigelegt zum Reseten !!! 😉

Eines sollte man aber im Hinterkopf behalten: Erstens: Marktkauf hat jedes Tablet bisher ohne Murren zurückgenommen. Zweitens: Das Ding kostet „nur“ 179 Euro. Es war also ohnehin von vornherein klar, dass man keinen iPad-Killer bekommen würde. Wie auch? im iPad steckt monatelange Entwicklungszeit. Drittens: Wir sind erst ganz am Anfang des Tablet-„Wahns“. Es wird noch einige Zeit dauern, bis man Referenzprodukte kaufen kann.

Mein Fazit also: Für diejenigen, die sich mal den Spaß gönnen wollen, können bei dem Surfer bestimmt nicht so viel falsch machen. Für die anderen gilt allerdings: Warten.

P.S.: Es gibt auch ein Unboxing des Surfers.

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