Motorola Backflip – Die iPhone Alternative?

Im Moment werden zahlreiche neue Smartphones angekündigt. Es vergeht manchmal nicht ein Tag, an dem HTC, Samsung, LG und Konsorten den nächsten Handy-Blockbuster prophezeien. Aufgrund der schier unzähligen Zahl an Neuankündigungen ist es nicht untypisch, dass die ein oder andere Geschichte an einem vorbei geht. So war es auch beim Motorola Backflip. Jedenfalls habe ich von dem Gerät bisher kaum was mitbekommen, wären da nicht meine treuen Leser. Und so erreichte mich diese Nachricht:

ich habe einen Vorschlag über ein Handy für deinen Blog. Da du das Milestone ja schon hattest: Das Motorola BACKLIP ist, meiner Meinung nach, eines der interessantesten Mobiltelefone des Jahres 2010. Ich würde mich freuen wenn ein Bericht darüber in einem so tollen Blog wie deinem stehen würde. Wollte hiermit nur nen Vorschlag machen.

Na, wenn das so ist, bin ich doch gerne bereit, das Motorola Backflip mal näher zu beleuchten. 🙂

Das Motorola Backflip ist in dem Sinne kein normales Smartphone, wie man es heutzutage kennt. Eine Touchoberfläche ist doch langweilig, dachte sich wohl Motorola, als sie das Backflip entworfen haben. So besitzt das Backflip 2 Touchflächen: Zum einen das Display selbst und zum anderen wäre da noch die Touchoberfläche auf der Rückseite des Displays. Es bleibt einem also offen, wie man das Handy mit Android-OS steuert. Entweder der klassische Weg über das berührungsempfindliche Display oder mit dem Touchpad auf der Rückseite. Tests zufolge soll die ganze Sache nach ein wenig Training auch gut von der Hand gehen.

Neben dem Touchpad besitzt das Handy auch eine vollwertige Tastatur, die im zusammengeklapptem Zustand auf der Rückseite des Mobiltelefons zu finden ist. So etwas habe ich vorher auch noch nicht gesehen, aber das Ding heißt ja nicht umsonst Motorola Backflip.

http://www.viddler.com/explore/engadget/videos/913/

Die restlichen Daten des Funkers klingen zwar nicht sehr beeindruckend, sind aber trotzdem erwähnenswert. Für die Freizeitknippser unter euch ist in dem Handy eine 5 Megapixel Cam mit LED-Blitz und Auto-Focus verbaut worden. 3G-ready ist das Handy natürlich auch. Außerdem kommt ein Feature zum Einsatz, was sich Motoblur nennt. Klingt auf dem ersten Blick spannend, ist aber im Prinzip nichts weiter, als die Symbiose von Handy und Social Networks wie Twitter, Facebook oder MySpace. Statusupdates werden direkt auf dem Homescreen ausgegeben und sind so sofort und immer auf dem ersten Blick verfügbar.

Unter der Haube kommt das Google-OS Android zum Einsatz, allerdings (noch) in der Version 1.5. Umso erfreulicher ist es, dass man wohl auf die aktuellste Version 2.1 updaten kann. Also wird Android 1.5 wohl keine Blockade sein.

Darüber hinaus findet man noch Bluetooth, WLAN (802.11 b,g), GPS, eine 3.5 mm Klinke, einen Beschleunigungssensor, 2 GB Speicher (natürlich erweiterbar) und ein Display, was 256.000 Farben anzeigt. Letzteres allerdings halte ich für den nachteilig beim Handy. Versteht mich nicht falsch, die Farben stimmen sicherlich. Vielmehr ist es die Auflösung des Gerätes, die mir Bauchschmerzen bereitet. So beträgt diese lediglich 320 x 480 Pixel. Das ist nicht viel! Das iPhone 4 zum Vergleich heran zu ziehen mag zwar etwas überstürzt kommen, aber letztendlich ist das iPhone doch das Telefon, mit dem sich die ganzen anderen Hersteller messen müssen, da es der größte Konkurrent ist. Die Auflösung des iPhone 4 Displays beträgt 960 x 640 Pixel. Das ist ein vielfaches mehr und auch überaus praktisch, wenn man überlegt, dass man einen Großteil der Zeit mit dem Handy im Internet unterwegs ist. Und 320 x 480 Pixel sind nun wirklich nicht schön im Netz.

http://www.viddler.com/explore/engadget/videos/1144/

Letztendlich halte ich die Idee des Touchpads auf der Rückseite des Motorola Backflips für einen schönen Einfall. Nicht umsonst hat das Backflip den „2010 CNET Best of CES award in Cell- and Smartphones“ gewonnen. Allerdings finde ich, dass das Touchpad die schlechte Auflösung des Smartphones nicht wett macht. Wenn ich die Wahl zwischen dem Touchpad und einem besseren Display hätte, ich würde das Display nehmen. Gerade weil die Anzeige bei einem Handy eines der wichtigsten Bauteile ist. Sieht man allerdings von dem Kritikpunkt ab, hat man mit dem Backflip ein Gerät in der Hand, mit dem man sicherlich viel Spaß haben kann.

2 Gedanken zu „Motorola Backflip – Die iPhone Alternative?“

  1. Wenn ich die Wahl zwischen iPhone 3GS oder Motorola backflip:
    Ich würde knallhart zum Backflip greifen! Jetzt, wo aber Apple nachgelegt hat, würde ich aber zum iPhone 4 greifen, da das Display vom Motorola einfach zu „einfach“ ist.

  2. Leider muss ich mich Matthi in diesem Fall anschließen, da die Displayqualität des Backflip wirklich unzureichend ist. Hätte man dieses Gerät mit einer höheren Auflösung ausgestattet, wäre es mit Sicherheit ein ernstzunehmendes Konkurrenzprodukt zum iPhone 4G geworden. Immerhin hat man sich mit der Steuerung ja auch was innovatives einfallen lassen.

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