Erste Erfahrungen zu Kaspersky PURE / Kurztest

Die eifrigen Scatterd-Stalker werden es vielleicht mitgelesen haben: Ich habe bei Bjoerns Windows Blog eine Einzelplatzlizenz von Kaspersky PURE gewonnen, die neueste Version der Sicherheitssuite des russischem IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky. Danke nochmals an dieser Stelle für den Gewinn! Gebrauchen kann ich ihn gut, hatte ich vorher doch nicht so wirklich eine adäquate Sicherheitslösung für mein System seit dem Wechsel von XP auf Windows 7. Ich hatte tatsächlich vorher auch schon eine Kaspersky Sicherheitsuite installiert. Es handelte sich dabei um die Kaspersky Suite, die auf der Computerbild mitgeliefert wird. Allerdings war es bei dieser Software so, dass diese eigentlich nicht für Windows 7 geeignet war. Die Software wurde für das neue System wohl manuell angepasst worden und wurde nach einer Weile auch freigegeben. Das ganze nannte sich dann Kaspersky Security Suite CBE Win7 und war mir irgendwie schon suspekt.
Ich bin dann trotzdem eine Weile mit der Software gefahren. Probleme hatte ich letztendlich nicht. Allerdings ist mir aufgefallen, dass der PC etwas träger war, was wohl am Kaspersky lag. Glücklicherweise habe ich aber nun Kaspersky PURE gewonnen, sodass ich diese „Halb-Halb“ Lösung vom Rechner fegen konnte.

Die Installation von PURE ereignet sich als sehr einfach. Man hat die Wahl zwischen einer Schnellinstallation und einer benutzerdefinierten Installation. Da ich kein Anfänger bin, was solche Sachen angeht, habe ich kurzer Hand die benutzerdefinierte Installation gewählt. Dort hat man nun die Möglichkeit, die einzelnen Module von PURE ab- oder anzuwählen, wie zum Beispiel die Kindersicherung. Da Kaspersky mit PURE eine Art „100 % Rundumschutz“ verkaufen möchte, ist auch noch ein Passwortmanager, Backupfunktion, Verschlüsselung und ein Dateischredder dabei. Derjenige, der manche Sachen nicht gebrauchen kann, braucht sie auch nicht zu installieren. Ich habe bis auf die Kindersicherung einfach mal alles installiert, da ich auf die Funktionen gespannt war.

Nach der Installation gibt man die Lizenzinformationen ein und erhält auch schon das erste Update der Virendatenbanken. Ein abschließender Scan schließt die Installation dann letztendlich ab.

Mit dem ganzen Firewalleinstellungskram hat man im Prinzip nichts am Hut. PURE erkennt das Heimnetzwerk automatisch und fragt, welche Berechtigungen es haben soll. Anfänger brauchen sich also wirklich nicht zu fürchten. Ich weiß noch, wie ich damals bei ZoneAlarm noch den IP-Range des Netzwerks manuell eingeben musste. Diese Zeiten sind nun vorbei. Bei PURE ist das nicht so.
Im Prinzip ist die Software jetzt schon fertig eingerichtet und werkelt brav im Hintergrund.

Was mir sofort aufgefallen ist, dass mein PC viel flotter lief, als mit Kaspersky Security Suite CBE Win7. Während ich zuvor 10-20 Sekunden vor dem Willkommenscreen saß, bekomme ich diesen jetzt fasst gar nicht mehr mit. Auch die Windowssuche im Startmenü ist nun deutlich flotter. Das gefällt mir sehr gut.

Wie gesagt sind bei PURE ein paar Funktionen dazu gekommen, die in der normalen Sicherheitssuite nicht enthalten sind. Dazu gehört zum Beispiel ein Passwortmanager. Da ich schon den Passwortmanager von Steganos habe, könnte ich eigentlich auf die Software von PURE verzichten. Ausprobieren wollte ich den aber mal. Und tatsächlich kommt das Programm recht ordentlich daher. Nach der Einrichtung eines Masterpasswortes ist der Safe geöffnet. Dann kann man Passwörter eingeben. Für den weiteren Komfort sorgt noch ein Speedbutton im Firefox, über den man schnell zu seinen Passwörtern kommt. Eine Aufüllhilfe für Webseiten ist außerdem noch dabei.

Zur weiteren Ausstattung gehören ein Dateischredder sowie eine Dateiverschlüsselung. Die Aufgabe dieser beiden Funktionen dürfte wohl allen klar sein. Hiermit können Dateien restlos von der Festplatte entfernt oder verschlüsselt werden. Für die Verschlüsselung wird vorher ein Container angelegt, indem die geheimen Dateien abgelegt werden.

Darüber hinaus ist noch eine Backupfunktion an Bord. Dieser ermöglicht es euch, euer System zu sichern und das Backup zu einem späteren Zeitpunkt (zum Beispiel im Falle einer Infektion) wiederherzustellen. Praktische Sache.

Darüber hinaus gibt es noch eine Funktion zum Entfernen unnötiger Dateien sowie eine Sandboxfunktion. Letztere macht es möglich, Programme in einem abgeschottenem Bereich zu starten. Ähnlich wie bei Sandboxie richten die in der Sandbox ausgeführten Programme dann keinen Schaden am System an. Auch sehr nützlich!

Mein Fazit für Kaspersky PURE fällt durchweg positiv aus. Die Software macht einen sehr ordentlichen und soliden Eindruck. Die Zusatzfunktionen von Kaspersky PURE sind durchweg zu gebrauchen. Klar, es gibt für jedes Programm auch kostenlose Alternativen. Aber hier hat man letztendlich alles aus einer Hand, was doch sehr viel praktischer ist, als 5-10 einzelne Programme.
Die Scanleistung ist wie gewohnt gut. So, wie man es von Kaspersky gewohnt ist. Was anderes wäre auch kurios gewesen.

Ich kann die Software also für jeden nur empfehlen. Man bekommt mit Kaspersky PURE einen tollen Rundum-Schutz, dem es eigentlich an nichts fehlt.

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