Warum die KIN’s von Microsoft kein Knaller sind

Der ein oder andere wird es wahrscheinlich mitbekommen haben: Microsoft will nun endlich mal mit Hardware im mobilen Endkundengeschäft Fuß fassen und eine eigene Handysparte launchen. Ganze zwei Handys hat Microsoft dazu letzte Woche vorgestellt, die auf den Namen KIN one sowie KIN two hören. Beide Modelle werden von Sharp produziert und in Verbindung eines Vodafone-Vertrages angeboten.

Dabei klingen die Rohdaten eigentlich nicht übel: QVGA-Display, 4GB Speicher und eine 5-Megapixel-Kamera (beim KIN one) oder HVGA-Display, 8GB Speicher und eine 8-Megapixel-Kamera (beim KIN two). Dazu kommt bei beiden Handys außerdem noch 3G, Bluetooth und WiFi.

Der Hauptgesichtspunkt bei der Serie wurde auf Social Media wie Facebook, Twitter oder MySpace gelegt. So ist es kein Problem, von unterwegs auf diese Dienste zuzugreifen. Dazu hat Microsoft ein geschlossenes System für die Handys entwickelt, dass meiner Meinung nach sehr dem Design von Windows Phone 7 ähnelt. Jetzt kommt allerdings der Knackpunkt: Während man bei Windows Phone 7 Software von Drittanbietern installieren und starten kann, ist das bei der KIN-Serie nicht der Fall. Da fragt sich natürlich der nicht ganz technikabgeneigte Mensch: Öhh, warum?! Genau die Frage habe ich mir auch gestellt. Und ich habe keine Antwort darauf gefunden. Ich glaube Microsoft weiß es selber nicht.

Aber genau dieses kleine Fail könnte der Grund dafür sein, warum die KIN’s Ladenhüter sein werden. Denn: Guckt man ein Regal weiter so erhält man Android-Smartphones oder Apple-Geräte, die mit einer schier unendlichen Anzahl von downloadbaren Apps daher kommen. Und genau diese machen das Handy auch so wertvoll. Die Möglichkeit, Applikationen auf seinen mobilen Begleiter zu spielen, steigert den Wert eines Handys nach dem Kauf enorm.

Man könnte annehmen, Microsoft hätte das noch nicht verstanden, obwohl sie doch seit Jahren Marktführer im Bereich der Desktop-Computer sind. Und auch letztens haben sie doch ein mobile OS vorgestellt, dass es ermöglicht, Apps zu installieren. Aber warum ist das zum Teufel nicht bei den KIN’s möglich? Warum hat man überhaupt ein anderes Betriebssystem als das hauseigene Windows Phone 7 benutzt? Microsoft wirkt völlig planlos in der Handywelt. Sie wollen im Markt mitmischen, schießen aber mit Kanonen auf Spatzen. Ich für meinen Teil denke nicht, dass Microsoft mit dem KIN one und dem KIN two den großen Wurf gelandet hat.

3 Gedanken zu „Warum die KIN’s von Microsoft kein Knaller sind“

  1. Vielleicht möchten die ja, genauso wie Apple, die Macht über die Programme haben, welche auf diesen Geräten laufen, sind aber eben noch nicht soweit einen eigenen Appstore anzubieten, weshalb sie die Möglichkeit erst mal weglassen und eventuell zu einen späteren Zeitpunkt dann doch anbieten. Wäre doch möglich, oder?

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