Ist das wirklich so der Knüller? Das kostet euch OnLive.

Ich bin heute zufällig über eine News des neuen Gaming-Streaming Dienst OnLive gestolpert. Wer gerade nicht weiß, was das ist: Bei OnLive handelt es sich um ein StartUp-Unternehmen. Das gleichnamige Produkt aus dem Haus macht es möglich, auch mit einem Rechner, der nicht die Mindestvoraussetzungen eines Spiels erfüllt, diese zu zocken. Wie das geht? Ganz einfach: Die Spiele werden in der Server-Cloud von OnLive ausgeführt und es wird praktisch nur das Bild an den heimischen Rechner gestreamt. Vom Benutzer selbst kommen nur die Tastatureingaben. Laut OnLive wird es möglich sein, ein Spiel in höchster Detailstufe und einer Auflösung von 1024×768 px mit einer 3000er Breitbandleitung spielen zu können.
Das alles klingt natürlich sehr verlockend. Einfach mal so auf dem Netbook ein FacCry2 oder ein GTA IV zocken zu können. Nur mit Hilfe eines Plugins, das gerade mal 1 MB groß ist. Für den Fernseher ist ebenfalls eine Set-Top-Box verfügbar, über die man das ganze auch auf dem TV ausreizen kann. Wie gesagt, verlockend. Wäre da nicht die eine News, über die ich gestolpert bin.

Der Nachricht nach, kostet OnLive pro Monat min. 14,95 US-Dollar. Und das sind nur die permanenten Kosten, das heißt die Kosten, die immer gezahlt werden müssen, da die Serverfarmen auch bezahlt werden müssen. Spielen kann man davon noch nicht. Pro Spiel wird der Kunde nämlich nochmals zur Kasse gebeten. Wie hoch die Kosten dort sind, steht nicht fest.  Aus reiner Spekulation würde ich mal tippen, dass die Spiele nicht viel billiger sind, als im Laden selbst. Die $ 14,95 sind ja lediglich die Server- sowie Traffickosten. Die Publisher wollen ja auch noch etwas verdienen. Also könnte der Spaß ganz schön teuer werden. Aber wie gesagt, das ist nur eine Spekulation. OnLive selbst hat sich zu den Zusatzkosten für Spiele leider noch nicht geäußert.

Wenn dem wirklich so wäre, würde es sich nicht lohnen, OnLive zu benutzen. Es ist außerdem ja auch so, dass man praktisch durch DRM im Besitz des Spieles beschränkt wird. Geh ich in den Laden, hab ich’s in der Hand. Auch, wenn die OnLive Server offline sind, kann ich spielen. Das ist bei dem Dienst nicht so.

Im Zuge dieser Neuigkeiten, bin ich doch ein bisschen am zweifeln, ob OnLive wirklich der Knüller wird.

2 Gedanken zu „Ist das wirklich so der Knüller? Das kostet euch OnLive.“

  1. Interessant ist so ein Dienst alle male. Aber ich glaube kaum dass das ein User nutzen wird der einigermaßen auf dem Laufenden ist. Die Kosten wären wohl sicherlich so hoch, das man sich innerhalb kurzer Zeit auch sein System aufrüsten kann. Und mal ehrlich, auf einem Netbook mit den lächerlichen Pixeln Zocken? Bei Shootern sieht man nix und ob die Latenzen wirklich gut genug sind?! Und bei Simulationen scrollt man sich zu Tode. Bleiben höchstens Jump’&’Run Games mit Mario oder Zelda-fler für den Gameboy.

    Und naja, die Eigenschaften wie bei DRM werden wohl nicht so das Problem sein… So viele Steamnutzer wie es gibt. Sind deren Server Off… Naja, die Folgen kennen wir ja mittlerweile. 😀 Dennoch wird es weiter genutzt und Verkaufszahlen brechen kaum ein. Und trotzdem hat man sich das Spiel im Laden gekauft.

  2. Ein Kollege von mir der in den USA für zwei Jahre ein Praktikum macht, ist bei einer Gastfamilie untergebracht die OnLive Betatester sind. Er selbst ist davon sehr angetan und berichtet davon wie gut der Dienst funktioniert.

    Ich werde OnLive sicherlich nutzen, als extrem Zocker rechnet sich das für mich auf Zeit. Setze ich die Kosten für meine Konsolen und Games + PC und Games gegen den monatlichen Preis, ist das ein Witz. Zudem kann man Spiele wie heute Filme bei Maxdome und Co. ausleihen oder auf Zeit kaufen. Jeder leidenschaftliche Zocker hat Games im Regal stehen, welche er aber sicherlich nicht mehr spielt… das ist totes Kapital und somit kommt es auf den Typus von Zocker an, ob sich die Anschaffung lohnt.

    Der Preis ist auch i.O. 15$ sind atm umgerechnet schlapp 11 Euro… das zahlen WoW-Spieler einzig und allein für die Servernutzung und nen paar Patches.

    Ich selbst finde es zudem gut, das man so auch auf jedem Mac zocken kann und darum werde ich von der ersten Minute an dabei sein, sofern der Preis sich im Gegensatz zu den USA nicht drastisch steigern wird.

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