Warum der PC als Spieleplattform NIE aussterben wird

Gerade bin ich über einen Artikel auf giga.de gestolpert. Dort wird argumentiert, dass aufgrund der Lukrativität der Konsolen der PC als Spieleplattform kaum mehr Beachtung findet. Das ist in letzter Zeit auch zutreffend. So kommen Knaller wie Alan Wake gar nicht erst für den PC auf den Markt, was im Falle von Alan Wake ja eigentlich nicht so geplant war. Ursprünglich sollte das Spiel für den PC sowie Konsolen erscheinen. Der Entwickler hat sich aber kurzerhand umentschlossen und auf den PC verzichtet.

Jetzt spinnen einige in dieses Ereignis Vermutungen hinein wie: „Der PC ist auf einem absteigendem Ast.“ oder „Der PC wird aussterben.“ Das wird aber wohl nie passieren. Zuersteinmal ist es ja so, dass der MMO-Markt auf PC’s immens hoch ist. World of Warcraft zählt 11 Millionen Spieler. Und auch andere MMORPGS fassen leichter auf dem PC Fuß, als auf der Konsole.

Doch ein anderer Punkt ist noch viel wichtiger, und das ist die Hardware. Konsolen können nicht aufgerüstet werden. Der gesamte Hardwaremarkt wird praktisch durch die PC-Gamer finanziert. Ist die Grafikkarte zu lahm? Steck eine neue rein. Reicht der Arbeitsspeicher nicht aus? Bau noch ein Riegel ein. So einfach geht das. Und das klappt nicht auf der Konsole. Die Hardwareindustrie wird also gehörig was dagegen haben, den PC als Spieleplattform einfach dahin vegetieren zu lassen. Es hängt ja deren ***** da dran. An Office-PC’s lässt sich nichts verdienen.

Jetzt kommen einige daher und behaupten, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis auch die Konsole aufrüstbar ist. Schließlich gäbe es ja auch schon Eyetoy und demnächst ja auch Natal. Beides Projekte, mit denen sich die Konsolen schon ein wenig aufrüsten lassen. Und man fängt ja klein an. Bald wird man auch einfach mal den RAM oder die Grafikkarte austauschen lassen. Letzteres wird aber wohl kaum passieren. Denn schauen wird doch mal, was los wäre, wenn man die Hardware an Konsolen so einfach austauschen könnte: Es wäre ein leichtes, die Konsole so zu modden, dass diese auch kopierte Spiele abspielen kann. Und dann hätten wir dasselbe Problem, wie der PC-Markt es derzeit hat: Die Kopiererei. Sony, Microsoft und Nintendo werden also nie die Konsole für den Endverbraucher öffnen, weshalb die Hardwareindustrie wieder von den PC-Gamern finanziert wird.
Außerdem: Wenn man die Hardware der Konsole einfach austauschen kann, was unterscheidet diese dann noch von dem PC? Irgendwann ist die Konsole dann keine Konsole mehr, sondern ein PC. Letzterer wird wieder aussterben.

Ein Gedanke zu „Warum der PC als Spieleplattform NIE aussterben wird“

  1. Eine Konsole kann nicht erweiterbar werden, also Grafikkarte und CPU. Denn der Vorteil der Konsole ist, das Entwickler ihre Programme direkt passend für eine bestimmte Hardware programmieren können. Genau deshalb laufen Games auf den passenden Konsolen auch immer flüssig und laufen im Vergleich mit einem leistungstechnisch gleich starken PC einfach besser. Würde man eine Konsole mit CPUs und Grafikkarten erweiterbar machen, würde dieser Vorteil zu Nichte gemacht werden.

    Die heutigen Konsolen sind ja eigentlich schon PCs mit fester Hardwarekonfiguration.

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