Ubisofts Spiele künftig ohne Kopierschutz, aber…

Brent Wilkinson, Chef der Abteilung Service and Production Planning bei dem Spielepublisher Ubisoft, ließ uns heute an einer Art kleinen Revolution auf dem Spielesektor teilhaben. Künftig werde man bei Ubisoft komplett auf die herkömmlichen Kopierschutzmechanismen wie StarForce oder SecuRom verzeichten und die Silberlinge ohne einen solchen Schutz pressen lassen. Auch das Spielen ohne eingelegtem Medium sei sogar möglich. Klingt ja alles ganz super. Was aber nicht so super ist, ist die erdachte Alternative. Denn ganz ohne einen Schutz will man die Spiele dann doch nicht ausliefern.

Ubisoft will von nun an auf das Internet setzen. So muss man bei der Installation das Spiel aktivieren. Installieren lassen sich die Spiele aber beliebig oft. Aber auch die Spielstände werden von nun an nicht mehr offline abgelegt, sondern online. Und zwar bei Ubisofts Servern, was im Klartext heißt: Habt ihr kein Internet, guckt ihr (im wahrsten Sinne des Wortes) in die Röhre. Eine Alternative dazu wird es voraussichtlich nicht geben. Wohnt ihr auf dem Land, könnt ihr nicht spielen (klar, es gibt Ausnahmen unter den Bauern).

Im ersten Moment als ich die News gelesen habe dachte ich: wow, geil. Endlich traut sich mal einer. Als ich mir aber die Konsequenzen daraus durchlies, kippte meine Stimmung wieder. Klar, über eine Aktivierung brauchen wir eigentlich nicht reden. Irgendein Schutz muss da sein. Und eine bloße Aktivierung klappt ja schnell. Möglicherweise gelingt die auch offline. Aber bitte, Savegames im Netz?

Die Idee dahinter ist schlichtweg simpel: Man hat von überall aus Zugriff auf die Spielstände. Aber was ist mit den Leuten ohne Netz? Will Ubisoft diese ganzen Zocker ausschließen? Möglicherweise war der Publisher da ein wenig der Zeit voraus. Es ist nicht so, dass es schon überall Internet gibt. Nein, das ist ganz und gar nicht so. Selbst ich habe (in der Stadt) lediglich DSL 3000. Klar, das reicht. Aber es ist nicht Stand der Dinge.

Um es mit Angies Worten zu sagen: Man wird sehen. Ich hoffe aber, dass sich Ubisioft damit nicht ins eigene Fleisch schneidet.

[via golem]

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