Warum ich mir noch keinen eBook-Reader kaufen werde

2009 war das Jahr, indem die eBook-Reader erst so richtig Fahrt aufgenommen haben. Auch auf der diesjährigen Buchmesse waren sie ein Mittelpunkt. Ab und zu liest man auch bei Twitter Tweets wie „Was ist denn gerade so das Highlight am E-Book-Reader-Himmel?„. Doch irgendwie scheint es mir so, als ob die Dinger noch nicht wirklich verkauft werden. Auch ich werde mir solch ein Ding noch nicht zulegen. Die Gründe dafür liegen klar auf der Hand, kurz und knapp.

Zum einen ist es so, dass es derzeit kaum eBooks zu kaufen gibt. Bei Amazon ist der Großteil der Bücher in englischer Sprache. Und auch die Tageszeitungen oder Zeitschriften wagen derzeit noch nicht wirklich den großen Schritt. Nur 2 Zeitungen erschienen als eBook. Eine davon war die FAZ und dessen Premiere war wohl miserabel. Auch die TAZ werkelt gerade fleißig an einer digitalen Ausgabe. Das Problem ist, dass man mit dem epub-Format nicht so frei in Anbetracht auf die Formatierung ist, wie bei einer gedruckten Ausgabe. Bilder lassen sich nur schwer platzieren, weshalb sich die digitale Ausgabe von der gedruckten unterscheidet.

Ein anderer Grund dürfte wohl klar der Formatkrieg zwischen den eBooks sein. Amazons Kindle und auch der nook setzen auf ein proprietäres Format, obwohl schon ein freier Standart namens .epub auf dem Markt ist. Es dürfte wohl klar sein, warum Amazon und Barnes & Noble auf eigene Formate setzen: Es sollen nur eBooks aus deren Shops gekauft werden.

Ein anderer Grund dürfte wohl der Kopierschutz DRM sein. Die Bücherindustrie macht denselben Fehler wie die Musikindustrie: Man denkt, durch einen Schutzmechanismus wäre der Bücherverkauf größer. Das stimmt so nicht, wie folgendes Beispiel zeigt: So stellt der Autor Cory Doctorow seine Werke unter eine Creative-Commons-Lizenz kostenlos der Internetgemeinde zur Verfügung. Trotzdem sind seine Bücherverkäufe nicht den Bach untergegangen. So sagt er selbst, dass die elektronischen Bücher nur Lockmittel sind und kein Ersatz.
Durch DRM lassen sich die eBooks nicht einfach auf einen Reader kopieren. Das kann nur durch die Adobe Software „Adobe Digital Editions“ geschehen. Ein weiterer Stolperstein also.

Letztendlich gibt es noch große Hindernisse, die der Markt erstmal überwinden muss. Ist es soweit, kaufe ich mir son Ding. Aber auch erst dann.

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