Crysis auf dem iPhone – Präsentation des onDemand Gaming Dienstes OnLive

Wieder ein Grund mehr, das Haus nicht  zu verlassen. Es ist mittlerweile Monate her, dass man von dem onDemand Streaming Dienst OnLive berichtete. Nun kommt man der finalen Phase immer näher, bis 2010 letztendlich der Dienst (vorerst in den USA) starten soll. Der Gründer und CEO von dem StartUp OnLive, Steve Perlman, hat nun im Rahmen einer 48 minütigen Demonstration den Dienst näher vorgestellt und demonstriert unter anderem auch, wie es nun auch möglich ist, mit dem iPhone Crysis zu spielen.

OnLive ist ein Gaming onDemand Service. Das Spiel wird im Grunde nicht mehr auf dem heimischen Rechner ausgeführt, sondern auf Servern. Der Endanwender erhält folglich nur noch das Bild des Spiels, das auf den Rechner gestreamt wird. Für ein verzögerungsfreies Spielvergnügen wurden Verträge mit AT&T gemacht, die auch in OnLive investiert haben. Durch ein verteiltes Servernetzwerk in den USA soll es nahezu überall möglich sein, einen Ping von 80 ms zu erhalten, was nach Aussage von OnLive dem Spielen auf dem hauseigenen Rechner sehr nah kommt und man keinen Unterschied feststellen könne, ob man nun das Spiel Zuhause ausführt oder per Streaming zockt.

Hier ist die Präsentation in ganzer Länge (48 Minuten):

http://www.viddler.com/explore/gamertagradio/videos/160/

Gunman – Augmented Reality Paintball fürs iPhone

Kennt ihr Paintball? Dieses gefährliche Killerspiel, bei dem man mit Farbkugeln andere Leute markiert? Und kennt ihr auch Augmented Reality? Dabei handelt es sich laut Wikipedia um eine „computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung.“ Letztendlich tut man dabei nichts anderes, als die Umgebung zu filmen. Das Gerät mit dem man dies tut, legt eine Art Layer über das Bild und erweitert es dabei um nützliche Funktionen. So kann man z.B. in einer fremden Stadt durch das Abfilmen von bekannten Gebäuden durch einen bloßen Klick auf dieses mehr über das Bauwerk erfahren. Es gibt aber auch noch viel verspieltere Anwendungsmöglichkeiten. So z.B. die App Gunman für das Apple iPhone.

Für diejenigen, die trotz des Videos noch nicht ganz verstanden haben, worum es sich bei Gunman handelt:
Vor dem Spielen wird die Pulloverfarbe des Gegners markiert, damit die Software weiß, wie der andere ausschaut. Nun kann das Spiel losgehen. Man geht ein paar Schritte auseinander, sodass man den anderen nicht mehr sieht. Das iPhone fungiert weiterhin als eine Art Markierer, wie beim Paintball. Falls man den Gegner nun entdeckt hat „zielt“ man auf ihn und drückt einmal auf das Display, um ihn zu markieren. Hat man den Gegner getroffen, vibriert sein iPhone. Dann startet eine neue Runde. Gunman macht sich die Kamera und WLAN zunutze. Mit letzterem kommunizieren Apples Mobiltelefone. In nicht allzu ferner Zukunft soll die Software auch soweit weiterentwickelt werden, dass sogar Team-Deathmatches und Capture the Flag – Runden möglich sein sollen. Faszinierend, kostet die App wohl nur 79 Cent.

Zugegeben, das ganze mag wohl etwas nerdig sein. Aber das schmälert nicht den Einfallsreichtum der Entwickler. Ich persönlich spiele aber dennoch lieber Paintball.

Was haltet ihr von der App? Ist so etwas moralisch vertretbar?

Warum ich mir noch keinen eBook-Reader kaufen werde

2009 war das Jahr, indem die eBook-Reader erst so richtig Fahrt aufgenommen haben. Auch auf der diesjährigen Buchmesse waren sie ein Mittelpunkt. Ab und zu liest man auch bei Twitter Tweets wie „Was ist denn gerade so das Highlight am E-Book-Reader-Himmel?„. Doch irgendwie scheint es mir so, als ob die Dinger noch nicht wirklich verkauft werden. Auch ich werde mir solch ein Ding noch nicht zulegen. Die Gründe dafür liegen klar auf der Hand, kurz und knapp.

Zum einen ist es so, dass es derzeit kaum eBooks zu kaufen gibt. Bei Amazon ist der Großteil der Bücher in englischer Sprache. Und auch die Tageszeitungen oder Zeitschriften wagen derzeit noch nicht wirklich den großen Schritt. Nur 2 Zeitungen erschienen als eBook. Eine davon war die FAZ und dessen Premiere war wohl miserabel. Auch die TAZ werkelt gerade fleißig an einer digitalen Ausgabe. Das Problem ist, dass man mit dem epub-Format nicht so frei in Anbetracht auf die Formatierung ist, wie bei einer gedruckten Ausgabe. Bilder lassen sich nur schwer platzieren, weshalb sich die digitale Ausgabe von der gedruckten unterscheidet.

Ein anderer Grund dürfte wohl klar der Formatkrieg zwischen den eBooks sein. Amazons Kindle und auch der nook setzen auf ein proprietäres Format, obwohl schon ein freier Standart namens .epub auf dem Markt ist. Es dürfte wohl klar sein, warum Amazon und Barnes & Noble auf eigene Formate setzen: Es sollen nur eBooks aus deren Shops gekauft werden.

Ein anderer Grund dürfte wohl der Kopierschutz DRM sein. Die Bücherindustrie macht denselben Fehler wie die Musikindustrie: Man denkt, durch einen Schutzmechanismus wäre der Bücherverkauf größer. Das stimmt so nicht, wie folgendes Beispiel zeigt: So stellt der Autor Cory Doctorow seine Werke unter eine Creative-Commons-Lizenz kostenlos der Internetgemeinde zur Verfügung. Trotzdem sind seine Bücherverkäufe nicht den Bach untergegangen. So sagt er selbst, dass die elektronischen Bücher nur Lockmittel sind und kein Ersatz.
Durch DRM lassen sich die eBooks nicht einfach auf einen Reader kopieren. Das kann nur durch die Adobe Software „Adobe Digital Editions“ geschehen. Ein weiterer Stolperstein also.

Letztendlich gibt es noch große Hindernisse, die der Markt erstmal überwinden muss. Ist es soweit, kaufe ich mir son Ding. Aber auch erst dann.

Etherpad Clones nehmen Fahrt auf

Kaum ist der Sourcecode von dem Online-Kollaborationstool Etherpad freigegeben, tauchen erste Klone des Dienstes auf und ersetzen so den im nächsten Jahr auslaufenden Service.

Da gäbe es zum einen PiratenPad, ein deutscher Klon. PiratenPad kommt euch irgendwie bekannt vor? Da liegt ihr auch ganz richtig. Der Betreiber des deutschen Klons ist kein geringerer als die Piratenpartei Deutschland. Analog dazu betreibt auch die schwedische Piratenpartei einen Ehterpadserver: PiratePad.

Zum anderen wären dort noch die Seiten iEtherPad, netherpad und etherpad.pagefault.me. Letzterer wird aber nicht wirklich professionell betrieben. Der Betreiber sagt selbst, dass er es nur tut, „just because he could„. Erster, iEtherPad, ist auch erwähnenswert. So ist der Betreiber dieses Clones ein Microsoftmitarbeiter. Etherpad ist nun Googlecode und das ‚i‘ in der URL ist typisch Apple. Also alles in einem Topf.

Ob sich diese Klone nun durchsetzen steht in den Sternen. Eine harte Konkurrenz wird in Zukunft Google Wave sein, der Dienst, wofür die Ex-Etherpad Mitarbeiter nun arbeiten. Ich bin gespannt 🙂

Bilder und Video vom Google Phone Nexus One

Ist das der neue iPhone-Killer? Auf dem Basic Thinking Blog findet ihr brandneue Bilder des Google Handys Nexus One sowie ein amateurhaft gemachtes Video zu selbigem. Desweiteren wartet Basic Thinking mit im Web aufgegriffenen Gerätedaten auf. Letztere sollte man aber aufgrund dessen mit Vorsicht genießen. Ja, auch im Web werden Unwahrheiten verbreitet:

  • 3,7 Zoll Touchscreen / Auflösung: 854×480 Pixel (wie beim Milestone)
  • 5-Megapixel-Kamera mit Blitzlicht
  • 1 GHz-Prozessor
  • UMTS/HSPA (zumindest im Netz von T-Mobile USA)
  • WLAN
  • MicroSD (4 GB-Karte mitgeliefert)
  • Micro-USB
  • Batteriekapazität: 1400 mAh
  • Betriebssystem: Android 2.1

Auf Basic Thinking findet ihr noch Bilder des Nexus One.

Das Motorola Milestone im Test + Videoreview! [Update!]

Mein Bloggerkollege Otti von GeekLike hat das Motorola Milestone mal unter die Lupe genommen und seine ersten Erfahrungen in einem Video festgehalten. Hier eine kleine tabellarische Auflistung der Pros und Cons:

Pro

  • Viele Apps
  • solide Verarbeitung
  • mSD-Karten-Erweiterung
  • große Möglichkeiten der Individualisierung

Con

  • Adressbuch sortiert nur nach Vornamen (-> Comments)
  • Lautstärkenregler regelt direkt die Lautstärke des Klingeltons
  • Auswahl an Games ist noch mager

Im Anschluss noch das sehr nett gemachte Unboxing + erstem Einschalten und Ausprobieren diverser Apps auf dem Milestone. Schön gemachtes Review! 🙂

http://vimeo.com/8330851

Update!: Inzwischen hat Otti ein 2. Video veröffentlicht, auf dem er weitere Apps beleuchtet und auf das Problem mit dem klapperndem Slider aufmerksam macht und eine Lösung anbietet. Wieder ein schönes Video! 🙂

http://vimeo.com/8422994

Das Gaming-Unwort des Jahres 2009 ist…

Vor einigen Tagen berichtete ich über die Aktion von pcAction, bei der über das Gaming-Unwort des Jahres 2009 abgestimmt werden konnte. Gut, „Unwörter“ in dem Sinne sind es, wie ProjectDragon ansprach, nicht wirklich. Es geht wohl eher um den Gaming-Begriff. Aber das ist jetzt nebensächlich. Das Ergebnis der Abstimmung wurde nun bekannt gegeben.

Gewonnen hat -wer hätte es anders vermutet- das Wort Killerspiel mit 35,22 %. Überraschend war dieses Ergebnis nicht wirklich, wird und wurde dieser Begriff oft fälschlicherweise von der Presse genutzt, um sich beim Mainstream beliebt zu machen.
Auf Platz zwei folgt “Zensursula” (7,86 %), dicht gefolgt von der Online-Aktivierung (7,55 %).

[via StigmaVideospiele]

So bekommt ihr die neue Oberfläche vom Firefox 4.0 schon heute!

Der zuständige Designer des Firefox 4.0, Stephen Horlander, arbeitet bereits mit Hochdruck an der neuen Oberfläche, die mit Version 4 des Fuchses Einzug erhalten soll und in etwa so aussehen soll:

Wie man dem Screenshot entnehmen kann, ist die Tableiste nach oben gewandert und die Adressleiste dort drunter platziert. Das ist im ersten Sinne auch logisch so, denn schließlich hat jeder Tab eine andere Adresse. Darüber hinaus erhält nun der App-Button Einzug, der die „Datei“-Leiste verdrängt. So sind nun alle Funktionen des Firefox unter dem neuen Button erreichbar. Dem ein oder anderem mag diese Art von Gestaltung bekannt sein. So findet man bei dem neuen Microsoft Office ebenfalls einen App-Button. Wie dieser letztlich aussieht, ist noch ungewiss.

Wer das neue Theme heute schon haben möchte, dem kann geholfen werden. So ist unter anderem das Plugin Strata40 verfügbar, was den Fuchs schon heute den neuen Glanz gibt.
Alles, was ihr dafür tun müsst, ist das Plugin herunterzuladen und den Firefox neu zu starten. Danach sieht euer Firefox so aus:

Klar, das Design kommt nicht ganz genau an das neue Theme des Firefox 4.0 heran. Aber man darf nicht vergessen, dass sich der derzeitige Entwurf auch noch in der Entwicklung entwickelt. Darüber hinaus sind solche Sachen wie der App-Button auch nur sehr schwer über Plugins zu realisieren. Für die Übergangsphase bis zum Release des Fuchs 4.0 aber dennoch super 🙂