Elektronischer Reporter: Digitale Entmündigung – Was Dir gehört, gehört Dir nicht

Neue Folge des elektronischen Reporters:

Elektrischer Reporter – Digitale Entmündigung: Was Dir gehört, gehört Dir nicht

Für Apples iPhone gibt es Unmengen nützlicher Zusatzprogramme, geschrieben von Profi- und Hobby-Programmierern in aller Welt. Aber welche die Kunden letztlich auf ihrem Telefon installieren dürfen, entscheiden nicht sie, sondern Apple. Passt dem Hersteller ein Programm nicht, bekommt es keine Zulassung fürs iPhone. „Für die Sicherheit der Kunden”, argumentiert Apple. „Zur Sicherung von Apples Geschäftsinteressen”, meinen Kritiker, denen solche geschlossenen Systeme ein Dorn im Auge sind.
Das iPhone ist längst nicht das einzige digitale Gerät, bei dem der Hersteller sich Kontrollfunktionen einräumt – auch nach dem Verkauf, auch aus der Ferne. Besitzer von Amazons E-Book-Lesegerät “Kindle” erlebten, wie ihnen die Firma ein elektronisches Buch aus dem Speicher löschte, obwohl sie es ganz legal erworben hatten. Die Nutzer glauben also nur, sie hätten die komplette Verfügungsgewalt über ihre Geräte oder den den darauf laufenden Programmen und gespeicherten Inhalten. In Wirklichkeit bestimmen die Hersteller, was sie damit machen dürfen und was nicht.
Kritiker warnen deshalb vor einer digitalen Entmündigung der Verbraucher. Und manche befürchten das verheerende Ende der kreativen Computer-Tüftel-Kultur, wenn Basteleien nur noch mit dem Segen des Herstellers möglich sind.

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