Was für ein Gehampel, diese Browserdiskussion

Kennt ihr auch diese Sachen, wo ihr denkt „Ja gut, dann ist ja alles geklärt. Alle sind zufrieden.“ und es dann nachher wieder los geht? So oder so ähnlich ergeht es zur Zeit auch in der Browserdiskussion. Wer sich nicht erinnern kann: die Browserhersteller Opera, Mozilla und Google hatten sich bei der EU-Kommission beschwert, dass sich die Monopolstellung von Microsoft schlecht auf den Browsermarkt auswirke. So benutzen viele standartmäßig den Internet Explorer, da sich von den anderen Browsern gar nichts wissen und gar nicht in die Berührung mit Browseralternativen kommen. Ergo waren Mozilla, Opera und Google böse.

Nachdem sich Microsoft dann den Wünschen gebeugt hat und den Forderungen der EU folge geleistet hat, dachte man, dass das Thema vom Tisch wäre. Eine kleine Browserauswahl nach der Installation von Windows sollte den Wettbewerb wieder anschaukeln und einen gerechten Markt schaffen. Die User können sich ja nun aussuchen, welchen Browser sie benutzen wollen. Man könnte meine, die Diskussion wäre (endlich) vorbei.

Doch jetzt hagelt es neue Kritik. Das ganze Blabla lasse ich hier mal außen vor und komme direkt zu den neuen Forderungen der Alternativen.

  • Mozilla (Firefox) will, dass sich die Browser des Auswahlmenüs bei jedem Öffnen willkürlich neu anordnen.
  • Opera will, dass die Browserauswahl in einem neutralen Menü (ohne Microsoftlogos) angezeigt wird. Zudem soll der Nutzer regelmäßig befragt werden, ob er mit dem Browser noch zufrieden ist.

OK, über die Gestaltung des Menüs und die Anordnung der Browser in der Auswahl kann man diskutieren. Bisher wurden die Browser in alphabetischer Reihenfolge angezeigt. So landet Mozilla auf den hinteren Plätzen. Demnach ist die Kritik verständlich und eine willkürliche Anordnung sinnvoll. Aber der 2. Vorschlag von Opera schlägt dem Fass ja wohl den Boden aus, oder?

Ich soll alle paar Wochen befragt werden, ob mir der Browser noch gefällt. Gehts noch? Wenn das so ist, dann verlange ich aber einen „Ja, verdammt nochmal und höre jetzt auf zu fragen!!“-Button. Ein Browser ist doch nicht alles auf dem System. Dieser Vorschlag von Opera ist absolut schwachsinnig. Dass der Browsermarkt nicht fair war, das stimmt. So ist es ja auch mit Netscape zu Ende gegangen, als Microsoft den Internet Explorer standartmäßig mit auslieferte. Aber nun geht die Diskussion eindeutig zu weit. Diejenigen, die sowieso keine Ahnung von Browsern haben und auch keinen Bock besitzen, sich mit anderen Alternativen auseinander zu setzen, wird der Browser am Allterwertesten vorbei gehen und in der Browserwauswahl einfach den ersten in der Liste anklicken. Hauptsache, man kann surfen. Und diejenigen, die sich mit dem Thema auskennen, werden auch schlau genug sein, sich einen anderen Browser auszuwählen. So, und wenn ich dann noch ständig gefragt werden, ob ich noch mit meiner Auswahl zufrieden bin. Dann reichts!

Ein Gedanke zu „Was für ein Gehampel, diese Browserdiskussion“

  1. da muss ich echt zustimmen und den kopf schütteln. Und laut deiner letzten äußerung zu dem Problem was Opera da sieht muss ich sagen erübrigt sich das auch mit der Willkürlichen anordnung. Wer sich auskennt weis das er FF, Chrome oder sonst einen nehmen möchte.

    Dazumal man auf immer mehr Webseiten logos sieht wie „für FF entworfen“ oder „für Opera optimiert“. Schon hat man schleichwerbung die man meißt sofort sieht.

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