Hansenet (Alice) boykottiert die Vorratsdatenspeicherung

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Das Kommunikationsunternehmen Hansenet, vielen auch als Alice bekannt, will weiterhin die Speicherung von Verbindungsdaten der Klienten nicht speichern. Das geht auf den bevorstehenden Verkauf an Telefonica zurück, da Hansenet kurz davor kein Geld (immerhin kosten die Überwachungseinrichtungen 400.000 Euro) mehr für derartige Unternehmungen ausgeben.

Wer die Vorratsdatenspeicherung noch nicht kennt und sich dessen noch nicht bewusst ist: Es handelt sich dabei eine von Schäuble eingeführte Überwachungseinheit. Dabei werden von den Providern die Verbindungsdaten der Klienten für 6 Monate gespeichert. Die Regierung kann (auch ohne konkreten Verdacht auf eine Straftat) auf diese Daten zugreifen und die 82 Millionen Deutschen dieser Republik durchleuchten. Wir stehen also unter ständigem Tatverdacht.

Ich bin unterdessen froh, dass es einen Provider gibt, der nicht auf solche Sachen steht. Auch, wenn Hansenet damit wohl nicht durchkommen wird. Schließlich steht ja im Gesetz, dass die Regierung uns nachspionieren darf.

[via golem]

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