Die eBook-Reader und deren Zukunft

Sony e-book Reader
Image by Irish Typepad via Flickr

Ich werde mir dieses Jahr noch keinen eBook-Reader kaufen. Dafür ist es einfach noch zu früh und die Technik meiner Meinung nach noch nicht raffiniert genug. Aber was man beobachten kann: In letzter Zeit sind die kleinen elektronischen Buchersatzgeräte oft in den Schlagzeilen und auch neue Technologien werden entwickelt. So z.B. nun in Japan.

Bridgestone, der bekennende Formel1-Fan wird die Firma als Reifenlieferant der Rennwagen kennen, hat nun ein ePaper entwickelt, das 4096 Farben darstellen kann, biegsam ist und besonders schnelle Seitenwechsel (0.8 Sekunden) ermöglicht. So wird es bald wohl möglich sein, dass der komplette Reader biegsam ist. Das halte ich für wichtig, denn ich möchte den Reader wie eine Zeitschrift behandeln und zwischen anderen Sachen (wie eine Zeitschrift halt) packen. Das ist mit den momentanen Readern nur sehr schwer möglich, da diese statisch sind. Darüber hinaus soll der Reader von Bridgestone in etwa so groß wie ein DIN A4 Blatt sein.

Was soll man eigentlich von eBooks halten? Meiner Meinung nach wird es zwangsläufig darauf hinaus laufen, dass Printmedien aus der Landschaft verschwinden. Bei den Büchern (und Zeitschriften / Zeitungen) wird es so ähnlich sein, wie mit der Musik: Die Medien werden nach und nach über das Internet vertrieben. Eine Urheberrechtsdiskussion wie bei der Plattenindustrie wird uns übrigens auch geben. Denn: In Zukunft wird man keine Verlage mehr brauchen. Die Hauptaufgabe von Verlagen war, die Bücher zu drucken. Das ist aber mit eBook-Readern nicht mehr nötig. Genau so ist es mit den Plattenfirmen: Durch den Einsatz von MP3-Playern und dem Internet ist es nicht mehr nötig, die Musik als CD gepresst im Regal stehen zu haben (zugegeben, ich find es aber dennoch schöner, die Scheibe im Regal zu haben). Dennoch, diese Umwälzung wird kommen.

Wenn diese „Krise“ dann überwunden ist, werden die Reader zum Alltag gehören. Die USA setzen sie ja sogar schon in der Schule ein. Was ich allerdings nicht unbedingt für Gut heißen kann. Wie gesagt, die Dinger sind noch nicht ausgereift genug. Das wird sich aber ändern.

2 Gedanken zu „Die eBook-Reader und deren Zukunft“

  1. Also… solange die ebooks genauso teuer (zum Teil teurer) als gedruckte Bücher sind, kommen die für mich nicht in Frage, zumal man sie (bis auf Ausnahmen, wie beim Nook von Barnes & Noble) nicht einmal ausleihen oder weitergeben kann, wenn man sie nicht mehr braucht.
    Das ist für mich klar eine Frage des Preises. Ich zahle keine zehn (oder gar 20!) Euro für ein ebook, wenn ich das englische Taschenbuch für fünf haben kann, besonders wenn ich es dann nicht mal einfach so auch noch ner Freundin geben kann, damit sie es auch liest.
    Wären die ebooks nur 2€ wär mir das egal ob ich sie verleihen kann, aber so wie es momentan aussieht, bin ich daran nicht interessiert.
    Weiterhin wäre mir eine Internetanbindung via WLAN wichtig, damit ich auch meine Blogs ohne Probleme direkt damit lesen könnte; was bringt mir sonst der Reader wenn ich am Ende eh die ganze Zeit doch wieder am Rechner sitze?
    Außerdem, will ich meine Bücher nicht nur über das Internet bestellen. Ich will in einen Buchladen gehen, mir das gedruckte Buch ansehen, es in die Hand nehmen, darin herumblättern und mich dann vielleicht vor Ort entscheiden das ebook zu kaufen; in meinem Bekanntenkreis gibt es viele, die das ganz ähnlich sehen. Von daher denke ich, wir werden Verlage noch eine Weile brauchen.
    Vielleicht bin ich altmodisch, aber ich ziehe die CD oder das gedruckte Buch den rein digitalen Medien vor; das mag sich mit der Zeit ändern, aber für den Moment… nun ja.

    1. Hey Sam 🙂

      Mit der „Lieber ein Buch in der Hand, als das Buch digital zu haben“-Haltung stimme ich ganz klar überein. Ich habe (wie es auch im Artikel steht) lieber eine CD im Regal, als einen USB Stick. Das sieht einfach besser aus und irgendwie hat man was, was man in die Hand nehmen kann.
      Aber zu der Sache des Preises: MP3-Player, nehmen wir z.B. den iPod, sind auch um ein vielfaches teurer, als CD’s. Und trotzdem sind Millionen iPods verkauft worden. Denn, die MP3-Player sind einfach praktisch: Jederzeit deine Musiksammlung dabei. Anhöhren was du willst, wo du willst. Und ich denke so wird es auch bei den eBook-Readern der Fall sein. Du hast einfach deine komplette Büchersammlung dabei. Und falls du noch eins brauchst: Einfach schnell ins Internet mit dem Teil, Leseprobe lesen und anschließend mit einem Klick kaufen. Schon ist das Buch auf deinem Reader. Das ist einfach praktisch.
      Im Moment ist der Preis noch sehr hoch. Das wird sich aber mit Sicherheit ändern. Ich seh die ersten Teile schon bei ALDI stehen. Aber eines ist sicher: Für 2 € wird es sie niemals geben.
      Zu dem Verleihen: Das wird ganz einfach möglich sein. Einfach 2 Reader mit Bluetooth vernetzen, Buch rüberschieben, fertig. In Zukunft wird nämlich (ähnlich wie es bei den MP3-Playern ist) jeder einen Reader haben. Das wird dann kein Problem mehr sein, es sei denn, die Verlage verderben einen durch DRM (wie es bei Musik und den Plattenfirmen der Fall war/ist) den Spaß. Im Endeffekt wird nämlich dieselbe Diskussion über Copyright entfachen, wie bei der Musik.

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