Was wäre, wenn die Regierung die Tageszeitungen subventioniert?

Schon gelesen? Wie man aus einem Blogpost des Handelsblattes entnehmen kann, hat die Regierung in Zukunft vor, Tageszeitungen subventionieren. Der Grund dazu ist folgender (so steht es im Koalitionsvertrag):

Verlage sollen im Online-Bereich nicht schlechter gestellt sein als andere Werkmittler. Wir streben daher die Schaffung eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage zur Verbesserung des Schutzes von Presseerzeugnissen im Internet an.

Doch, wo kommen wir denn dann hin? Wenn die Regierung die Zeitungen bezuschusst, dann dürfte wohl klar sein, dass man auf regierungskritische Texte verzichten muss. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Texte dann entweder kontrolliert werden oder es erst gar nicht zu kritischen Texten gegenüber des Staates kommen wird. In seinem Blogartikel schreibt Thomas Knüwer, dass in Frankreich die Subventionierung der Tageszeitungen diese „handzahm“ gemacht hat. Kommt es in Deutschland auch soweit? Was dann?

Falls es wirklich (zugegeben im Extremfall) dazu kommen wird, dass die Texte der Zeitungen von jemandem kontrolliert werden, der unter politischen Einfluss steht, so sieht es wohl düster aus. Keine kritischen Texte mehr, keiner mehr, der sich traut gegen die Regierung zu wettern. Wie denn auch, schließlich lebt der Verlag vom Staat. In diesem Fall sind Blogs umso wichtiger. Denn Blogs wären dann die einzigen Meinungsschreiber. Wenn sie nicht geSTOPpt werden.

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