Windows 7 Final: Ein erster Bericht

Windows 7
Image via Wikipedia

Heute ist es endlich soweit: Wir schreiben den 22. Oktober des Jahres 2009. Windows 7 erscheint endlich in den Läden und ist ab sofort für Endkunden erwerbbar. Ich hatte, wie viele andere Nutzer wahrscheinlich auch, vorher den RC installiert und konnte es gar nicht erwarten endlich die Final in den Händen zu halten, denn: Selbst der RC war so ausgereift, dass mit das Betriebssystem in den knapp 5 Monaten in denen ich es installiert hatte, kein einziges Mal abgeschmiert ist. Außerdem war ich einer der Glücklichen, die die Chance hatten, einen Windows 7 Vorverkaufscoupon zu ergattern. Das heißt, ich konnte Windows 7 für 50 € erwerben. Wer sich noch erinnern kann: Die Coupons waren auf 1.000.000 Stück weltweit begrenzt. Bei Amazon Deutschland waren sie innerhalb von 7 Minuten ausverkauft. Glücklicherweise hatte ich in meinen örtlichem MediMax mehr Glück. Wie auch immer, hier ist mein erster Bericht zu Windows 7.Die ganze Sache fing erstmal mit der Überlegung an: Schmeißte dein altes XP auch runter, oder installierst du Windows 7 parallel zu Windows XP? Zu erst wollte ich 2 OS auf der Platte haben. Kurzerhand habe ich mich dann aber dazu entschlossen, mich ebenfalls von XP zu trennen. Ausschlaggebend dafür war, dass auf dem RC sowieso alles lief was ich haben wollte, und ich eigentlich keinerlei Kompatibilitätsprobleme hatte. Also: Auch die Daten von XP auf einer externen Festplatte gesichert (Firefoxprofil mittels MozBackup, Spielstände, etc.) und mittels eines Partitionsprogrammes die Windows 7 RC und Windows XP Partition entfernt. Anschließend wieder den unzugeordneten Speicher als NTFS formatieren und fertig war meine Partition für Windows 7 Final!

Das Installieren geht dann ganz flink. Entweder du legst die 32- oder die 64-Bit DVD ein. Ich habe mich für die 64-Bit Variante entschieden. Die habe ich beim RC auch gehabt und da ich eh schon 4 GB RAM verbaut habe (und im Laufe der Zeit den Arbeitsplatz noch erweitern möchte), kommt mir die 64-Bit Version ganz recht. Kompatibilitätsprobleme hatte ich wie gesagt während der Probezeit nicht. Wenn man dann die CD eingelegt hat, muss man sich für die Sprache entscheiden, ein paar Klicks auf <Weiter> machen und nach circa 20-25 Minuten landet man auch schon auf dem Desktop. Die Installation war dann also schon geschafft.

Windows 7 Desktop

Kommen wir zum nächsten Teil, das Einrichten. Bevor man produktiv mit einem System arbeiten kann, sollte man sich die nötigen Programme aus dem Netz laden. Für mich heißt das: AIMP, OpenOffice, 7-Zip und Firefox. Damit komme ich erstmal klar. Dann kommt noch ein Passwort-Manager dazu und Treiber für meine G15. Das ist aber auch der einzige Treiber, den ich laden musste. Den Rest hat Windows schon für mich installiert (Grafik, Sound, Maus, etc.). Das ist doch richtig angenehm (und ein sehr großes Argument für Windows 7, da bisher die lästige Treibersuche (besonders von Appleusern) Microsoft angekreidet wurde)! Letztendlich hat die Einrichtung nicht mehr als eine Stunde in Anspruch genommen, dann war mein System auch schon startklar!

Klar, die Einrichtung ist eigentlich auch unnötig und könnte man sich sparen, denn im Prinzip ist von Hause aus alles dabei, was man haben möchte: Browser, Media Player und Schreibprogramm (WordPad). Dennoch: Ich will mein System ein wenig personalisieren, also muss ich manche Software wechseln. Was mich übrigens erstaunt hat: Es fehlte bei mir die Browserauswahl. Der IE war von Anfang an installiert und hat mir keine Wahl gelassen. Also im Prinzip ist es mir schnurz-piepe, da ich ja weiß, wie ich den Firefox installiere. Aber nach dem langen Streit zwischen der EU und Microsoft hatte ich gedacht, dass das Ding vom Tisch wäre. Aber wie gesagt: Im Prinzip ist es mir wurscht.

Mir fiel aber noch eine Sache ein, die mir fehlte: Ein Virenscanner und eine Firewall. Kaspersky kommt mir nach den Äußerungen von Eugene Kaspersky nicht mehr auf die Platte. Also brauchte ich was anderes. Ich entschied mich für die Windows Firewall und Microsoft Security Essentials. Als Basisschutz reicht das und mit ein Bisschen Grips kommt einem auch kein Schädling auf die Platte. Und wenn, dann sollte MSE den wohl abfangen.

An das System gewöhnen musste ich mich nicht. Ich kannte ja schon alles vom RC. Ich kam sofort klar, mit der neuen Super Bar oder den Aero Funktionen Shake und Peek. Die Superbar ist super nützlich. So ersetzt sie die übliche Taskbar. Programm kann man an die Superbar anheften (ähnlich wie in der Schnellstartleiste) und wieder abheften. Wenn man ein Programm öffnet, so findet man nun nur noch das Icon in der Superbar. fährt man mit der Maus rüber, so wird er bunt ausgeleuchtet, nett.

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Eine weitere Neuerung in 7 sind die Bibliotheken. Mittels Bibliotheken kann man z.B. alle Speicherorte für Musik zusammenfassen. Habt ihr also an 3 verschiedenen Orten eure Musik, so könnt ihr diese in der Musikbibliothek angeben diese listet alle Musikstücke auf. Das ist sehr nützlich und macht endlich Schluss mit dem Chaos. Allerdings: Mittlerweile habe ich mittels Partitionen meine Ordnungsstrategie gefunden und werde von dieser Funktion also wahrscheinlich nicht so stark profitieren.

Kommen wir also zum vorläufigen Fazit:

Windows 7 ist ein sehr schönes Betrieebsystem und hat sich bei mir sowieso schon bewährt. Alles funktioniert problemlos und auch das Look & Feel stimmt. Die Geschwindigkeit ist ebenfalls sauber. Bei dem Release von Vista habe ich den Wechsel dorthin und den Abschied meines XP gescheut. Mit Windows 7 kann man aber getrost wechseln. Man erhält ein solides Betriebssystem.

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