Wohin gehts mit dem Copyright? Creative Commons kommt voran!

Das Thema Urheberrecht ist eines der umstrittensten Themen in der Internetgeschichte. Ein Ausgangspunkt sind die verzweifelnden Rufe der Musikindustrie des Umsatzrückgangs der letzten Jahre. Fast das gleiche gilt auch für die Filmindustrie. Beide schreien nach einer Verschärfung der Gesetze und nach mehr Kontrollen. So wurden in letzter Zeit immer mehr Abmahnungen an Personen geschickt. Und ein Ende scheint nicht in Sicht zu sein. Die Musikindustrie steckt in der Krise. Doch warum eigentlich?

Hauptauslöser für die Probleme ist ganz klar das Internet. Durch die massive Vernetzung der User ist ein problemloser Austausch von Dateien möglich. Nicht zuletzt haben die Filesharingnetzwerke vor einigen Jahren für Furore gesorgt und damals schon die Kulturindustrie in Bedrängnis gebracht. Heutzutage nutzt man solche Netzwerke nicht mehr. Man geht einfach vor. Und schneller. Man nutzt einfach One-Klick Hoster. Ein Klick und die Datei ist hochgeladen. Ein Klick und sie wird heruntergeladen. Doch dabei darf man nicht vergessen: Nicht an allem, was hochgeladen wird, besitzt der Uploader die Rechte. So soll auch allerhand urhebergeschütztes Material auf den Servern liegen. Doch von den ganzen Möglichkeiten an das Material zu kommen will ich nicht sprechen.

Der Hauptauslöser der Krise ist – wie gesagt – das Internet. Und hier liegt der Knackpunkt: Man braucht infolge dessen keine Plattenfirmen mehr. Jedenfalls nicht mehr in dem Maße, in dem es sie früher gegeben hat. Denn was war die Hauptaufgabe der Plattenverleger? Richtig, die Songs auf Platten zu pressen und in den Verkauf zu geben. Mit dem Einzug des Internet ist das nicht mehr nötig. Heutzutage kann man sich die Songs bei musicload herunterladen und auf der Festplatte speichern. Es ist keine CD mehr nötig. Der Künstler braucht auch den Zwischenweg Verleger im Prinzip nicht mehr. Die Musik kann sofort im Internet angeboten werden. Gut, Shops, um die Songs irgendwo herunterladen zu können braucht man dennoch. Aber anonsten: Die Plattenfirmen werden immer unwichtiger.

Dieses Problem ging auch an der GEMA nicht vorbei und so hat sie sich in einem Gespräch positiv über die Gründung einer Online-GEMA geäußert, sodass die Fußfesseln, an denen sie aktuell festgekettet sind, geöffnet werden.

Die Lösung der Internetcommunity schimpft sich auf den Namen Creative Commons. Bei Creative Commons handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation, die Lizenzverträge veröffentlicht. Diese können für jedes beliebige Werk verwendet werden. So z.B. auch für Musik. Das hat sich die Website jamendo nicht nehmen lassen und bietet für Künstler eine Plattform, auf der sie ihre Musik unter einer freien Lizenz uploaden können. Mittlerweile liegen auf den Server schon 25589 veröffentlichte Alben und die Zahlen steigen weiter. Grundlage für die Seite: Alle Songs kann man für den privaten Gebrauch downloaden. Für eine kommerzielle Nutzung muss man einen Beitrag zahlen, der aber geringer ist, als der Betrag der GEMA. Ein kleiner Querverweiß von meiner Seite: Ich habe vor einigen Wochen mal ein Interview mit der CC (Creative Commons) Band Shearer gemacht. Die Band sieht in Creative Commons die Zukunft und ist völlig begeistert davon. Das Interview könnt ihr euch unter der folgendem Link durchlesen: Link.

Am Ende wird eines ganz klar fest stehen: Die Musikindustrie hat das Internet verschlafen. Man benötigt in Zukunft keine Plattenverleger mehr. Und eines ist auch klar: Mit viel mehr Kontrollmechanismen und Kopierschutzideen wird das Problem nicht gelöst. Das ist der falsche Weg.

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