Leitfaden für die Journalisten in Bezug zu Killerspielen

Eigentlich könnte man denken, das Thema Killerspiele sollte schon seit Monaten gegessen sein. Ist es aber nicht. An wem das jetzt liegt, sei mal dahin gestellt. Fest steht aber: Es gibt immer noch hetzende Diskussionen, wenn es um das Thema geht. Und was habe ich mich nicht schon über so manchen Artikel geärgert. Da wird mal schnell World of Warcraft zum Killerspiel (oder jüngst auch zum Saufspiel) deklariert. Ab und zu werden auch völlig falsche Tatsachen in Fernsehbeiträge geschnitten. So werden Spiele als hierzulande verkaufbar dargestellt, obwohl sie es eben nicht sind. für diejenigen, die sich ärgern wollen, dem sei nochmals diese Video hier ans Herz gelegt. Lasst euch von der Stimme nicht beirren. Das Video ist sehenswert:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=9c5rwlKFsLE[/youtube]

Wie auch immer. Die Website Stigma Videospiele hat nun einen Leitfaden für Journalisten verfasst, der beinhaltet, wie man sich im Falle eines Berichtes über Videospiele verhalten soll. Mit „verhalten“ meine ich natürlich die Art der Gestaltung des Artikels. So sollte ein Journalist nicht den Begriff Killerspiel als Fachwort für Videospiele einsetzen. Dieses Wort ist lediglich eine Propagandaentwicklung der Presse und bietet keinesfalls Nährboden für eine faire und sachliche Diskussion. Ebenso soll der Begriff „gewaltverherrlichende Videospiele“ nicht mehr angewandt werden. Falls man doch in einem Artikel von diesem Begriff liest, so kann man davon ausgehen, dass der Journalist ein Dummkopf ist. Hätte er sich vorher informiert, so wüsste er, dass gewaltverherrlichende Spiele diejenigen sind, die eben schon verboten sind und somit nicht mehr verboten werden können.

Der Artikel auf Stigma Videospiele behandelt noch weitere Punkte, wie z.B. die aktuelle Rechtslage oder die Achtung von Vollständigkeit in Artikeln und ist auf jeden Fall lesenswert. Besonders für Journalisten und solche, die sich gern als welche ausgeben. Jetzt sei nur noch gehofft, dass sich wirklich mal Schreiberlinge diesen Artikel zu Herzen nehmen. Aber das werden sie eh nicht. Denn eins darf man dabei nicht vergessen: Auch wenn Journalismus fair sein sollte, so ist es erste Aufgabe eines Redakteurs, Publicity für die Zeitung zu machen. Und das macht man (aufgrund unserer jetzigen Gesellschaft) hauptsächlich mit Artikeln, die Computerspiele verteufeln. Noch.

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