Twitter und die Auswirkungen der Werbung

Als ich heute meine E-Mails checkte, ist mir die Nachricht von Biz Stone aufgefallen. Biz Stone ist im Gründerteam von Twitter, weshalb es nicht ganz abwegig ist, dass die E-Mail irgendwas mit Twitter zutun hat. Kernpunkt dieser E-Mail war der Verweiß auf neue Terms of Services. Demnach hat Twitter nun auch die Option offen, dass Werbung innerhalb des Dienstes geschaltet werden kann. Wohlgemerkt kann, denn wie (und ob) die Werbung implementiert wird, ist immer noch offen.

Twitter - What are you doing?

Jetzt werden sich einige natürlich sagen: „Werbung ist scheiße!“. Ja, Werbung kann nerven. Aber Fakt ist auch, dass Twitter momentan einfach nicht rentabel ist. Irgendwie müssen die Server finanziert werden. Und bisher ist mir auf der Twitterseite noch keine Werbung begegnet.

Das Problem daran ist auch, dass eine Werbung auf der Twitterwebsite nicht viele Einnahmen versprechen würde. Twitter ist nicht ohne Grund beliebter als andere Micro-Blogging Dienste wie Yahoo! Meme. Twitter besitzt eine frei zugängliche API, die es ermöglicht auch ohne die Twitterhomepage zu benutzen Tweets abzusenden und zu empfangen. Deshalb ist es fraglich, ob eine Implementation auf der Website sinnvoll wäre. Das heißt aber auch im Umkehrschluss, dass nur in den Tweets Werbung erscheinen könnte. Und das wäre nervig. Mir gehen sowieso schon diese Spam-Accounts auf den Senkel und dann auch noch „offizielle“ Werbung? Dennoch: Eine andere Lösung zur Werbung ist nicht ersichtlich.

Eine andere Lösung Geld in die Kassen zu bekommen wäre eine Art Premiumdienst. Man bezahlt monatlich einen bestimmten Betrag und hat Vorteile gegenüber den anderen Usern. Beispielsweise könnte man ein größeres Profil für zahlende User zur Verfügung stellen oder die Nutzung von individuellen Backgrounds nur Geldspendern ermöglichen. Was Twitter aber auf keinen Fall machen darf ist die Nutzung der API exklusiv für Zahler. Das würde -meiner Meinung nach- viele Menschen wieder von Twitter abschrecken. Denn dann wäre Twitter nicht besser Meme oder andere Dienste. Die API macht den beliebten 140-Zeichen Service so beliebt.

Wie gesagt, das ist alles reine Spekulation. Aber Geld muss rein, das ist sicher.

[via Taz]

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