Warum Ubuntu rockt!

Gestern habe ich davon berichtet, dass ich im Zuge meiner Neueintichtung des PC neben Windows XP noch Ubuntu installiert habe. Und es gefällt mir bisher ganz gut. Alles funktioniert wunderbar und läuft schön glatt.

Wer es nicht kennt: Ubuntu ist ein Linux-Betriebssystem, dass auf Debian basiert. Es gibt zahlreiche Linuxversionen im Internet. So viele, dass einem die Auswahl richtig schwer fällt. Um nur ein paar aufzuzählen: Kubuntu, Ubuntu, openSuse, Fedora, …

Ich habe ja lange überlegt, welche Version und ob ich überhaupt mal wieder ein Linux-System installieren soll.  Letztendlich habe ich mich dann für Ubuntu entschieden, da es mich von den Screenshots her am meisten angesprochen hat.

Also habe ich mir erstmal die .ISO-Datei (das CD-Image) geladen. Groß war es nicht, knapp 800 MB, die ich innerhalb kürzester Zeit herunter geladen hatte. Dann ab auf CD gebrannt und fertig.

Der Vorteil von Ubuntu ist, dass man es auch Live von CD ausprobieren kann, bevor man es auch die heimische Festplatte kopiert. Das habe ich dann auch mal gemacht und war recht schnell begeistert, wieviel das Umsonst Betriebssystem alles auf dem Kasten hatte und vorallen wie einfach es im Gegensatz zu anderen Kandidaten gehalten wurde. Das ist besonders für Anfänger gut!

Ubuntu Desktop

Gut, ein Anfänger bin ich nicht, hatte ich doch vor ein paar Jahren schon einmal SuSE (heißt nun openSuSE) ausprobiert. Davon war ich aber relativ schnell wieder von ab. Unter anderem lag das daran, dass meine Interessen noch mehr hinter Gaming standen. Zur Zeit zocke ich aber relativ selten, da die neusten Spiele auf meiner alten Kiste einfach nicht mehr laufen. Deshalb verbringe ich die meiste Zeit am PC im Internet. Also warum nicht mal ein anderen OS ausprobieren, dass exakt das Selbe kann, aber ohne ständige Neustarts wegen Updates oder einen Virenschutz zu installieren. Viren gibt es für Linux nämlich realtiv wenige. Letztendlich hat man mehr Ressourcen für andere Aktivitäten frei.

Die Installation gestaltete sich als wenig aufwendig. Man legt die CD ein, lässt von der CD-ROM booten (ggf. muss im BIOS noch die Bootsequenz geändert werden) und man kommt zu einem Auswahlmenü. Nachdem man die Sprache ausgewählt hat, hat man die Wahl nun das Betriebssystem Live zu testen oder zu installieren. Da ich es schon getestet hatte, wählte ich installieren aus, weißte der Ubuntu Partition 10 GB von meiner Festplatte zu und innerhalb einer Viertelstunde war die Installation auch schon fertig. Man kann daraufhin eigentlich direkt loslegen. Firefox ist drauf, OpenOffice ist drauf und Pidgin zum Chatten auch. Allerdings ist OpenOffice z.B. leider in der Version 2.4 enthalten, da die neuste Version 3 es nicht in Ubuntu 8.10 geschafft hat (oO 3 war damals noch in der Enticklung). Das lässt sich aber ganz einfach korrigieren.

Ansonsten funktioniert alles wunderbar, wie unter Windows. Dazu gibt es noch nette Animationseffekte für die Fenster und andere kleine Spielereien. Was allerdings nicht so einfach von statten geht ist die Installation von anderen Programmen (unter Linux auch Pakete genannt). Diese muss man umständlich über einen Paketmanager installieren, was für einen Anfänger nicht so ganz gut gelöst wurde. Weiterhin kann man nicht einfach jedes Programm installieren. Es muss (im Falle von Ubuntu) die Endung .deb tragen (wie unter Windows .exe). Eine wirklich große Programmvielfalt gibt es leider nicht. Dennoch ist ein Großteil der Software, die ich unter Windows genutzt habe, auch unter Ubuntu verfügbar. Im Moment kann ich nicht klagen 🙂

Zudem gibt es unter Ubuntu nativ 2 Desktops, zwischen denen man wechseln kann. Das ist ganz nett. So kann man auf der einen Seite mit dem Fuchs surfen und innerhalb weniger Sekunden mit einer Slideranimation zur rechten Seite wechseln, wo man möglicherweiße gerade einen Brief mit OpenOffice 3.0 verfasst.

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Insgesamt gefällt mir das Ubuntu OS ganz gut. Es gibt zwar hier und dort ein paar Ecken und Kanten aber letztendlich ist es -wenn man nicht viel mehr als Surfen im Kopf hat- ein guter Ersatz für die Software aus der Redmonder Softwarefirma. Ubuntu ist nicht umsonst die beliebteste Linux-Distribution. Ich kann nach knapp 3 Tagen testen bisher sagen: Und das zurecht!

4 Gedanken zu „Warum Ubuntu rockt!“

  1. Danke fürs verlinken 🙂

    Ich finde übrigens, dass die Installation von Programmen unter Linux einfacher geht, wenn man sich mal daran gewöhnt hat. Außerdem gehen die Updates ganz von selbst, ohne das man diverse Seiten aufsuchen muss um eine neue Version herunter zu laden. Wenn man sich mal an das Paketmanagement gewöhnt hat, ist es wirklich die reine Freude.

    Ach ja: Diese „2 Desktops“ sind einfach nur virtuelle Oberflächen, da kannst du auch 10 einstellen, wenn du willst 😉

  2. Ich muss dem vorherigen Kommentator zustimmen; ich finde mit den Paketmanagern ist das Installieren von Software einfacher/schneller als unter Windows. Allerdings musste ich mich auch erst daran gewöhnen, als ich einen EeePC mit Linuxsystem kaufte.
    Besonders angetan haben es mir die Mehrfachdesktops; es ist einfach unglaublich viel übersichtlicher – ich wünschte Windows könnte das auch, wenn ich mal wieder bei der Arbeit zehn Fenster gleichzeitig offen habe und meine Taskleiste schier überläuft.
    Unter Ubuntu könnte ich es mir vermutlich nicht nehmen lassen, mindestens 4 (oder gar sechs…) virtuelle Desktops zu verwenden und dann mit CompizFusion den lustigen Würfel einzuschalten; CompizFusion ist eh ne geniale Spielerei ^^.

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