Warum Zeitschriften im Laufe der Zeit zwangsweise vom Web verdrängt werden

Ich halte hier gerade die aktuelle Computerbild in meinen Händen. Das ist vielleicht die 2. Ausgabe, die ich mir dieses Jahr geholt habe. Und ich stelle immer wieder fest, dass es sich eigentlich nicht lohnt CB zu kaufen. Zum einen sind die Programme auf der Heft-CD meistens Freeware, also Software, die es ohnehin für lau im Internet gibt. Diesmal ist zum Beispiel der „COMPUTERBILD Multi-Messenger“ auf der CD. Uhhh, ein Multi-Messenger. Guckt man genauer in die Zeitschrift, ist es bloß eine aufgepimpte Miranda-Version (das es übrigens auch for free im Netz gibt).

Zum anderen lohnt es sich nicht mehr Zeitschriften zu kaufen, weil die Artikel (hauptsächlich die News) einfach schon wieder alt sind, wenn man das Blatt Papier in den Händen hält.

Hier sind ein paar Beispiele, damit ihr versteht, was ich meine. Guckt man auf Seite 8, so wird dort über die freie Online-Enzyklopädie berichtet, die nun auch den Service anbietet, Bücher und PDF’s aus Artikeln zu erstellen. Man muss dazu sagen, dass diese Ausgabe der Computerbild am 16.02.2009 erschienen ist. Mein Artikel über das neue Wikipedia-Feature kam schon am 06.02.2009 . Also ganze 10 Tage vorher.

Ein weiteres Beispiel: Blättert man 4 Seiten weiter zu der Seite 12, so sieht man dort einen halbseitigen Artikel über die 4 Gratis Programme von Magix. Mein Artikel dazu kam am 26. Januar! Das sind über 20 Tage, die mein Artikel vorher kam.

Auf Seite 19 berichtet CB über neue Handy’s. Der Basic Thinking Blog hatte darüber schon vor Tagen berichtet, wie z.B. hier. Oder mein Blog hier.

Es gibt einfach noch zig weitere Beispiele darüber, wie stark das Web 2.0 geworden ist, wie schnell einfache Zeitschriften von denen übertrumpft werden. Das liegt einfach daran, da Zeitschriften und Zeitungen ein veraltetes Medium sind. Auf dem Papier erfahre ich eine Nachricht höchstens am nächstens Tag, im Web schon nach wenigen Minuten. Ich erinnere mich an das Flugzeugunglück, über das in Twitter als erstes berichtet wurde. Dort hieß es dann im Tweet: „Hier liegt ein Flugzeug im Fluss!“. Die Nachricht verbreitete sich wie eine Rakete, und blitzschnell wusste es jeder. Jeder im Web.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man im Web die Nachrichten bekommt, für die man sich auf wirklich interessiert. Hier bekomme ich das, was ich brauche exakt auf mich zugeschnitten, nach meinen Bedürfnissen. Abschließend lässt sich sagen, dass Printmedien -meiner Meinung nach- auf dem Rückzug sind und sie sich -zumindest den Newsteil- sparen können. Denn News erfahre ich schneller im Internet.

Cheers!

Ein Gedanke zu „Warum Zeitschriften im Laufe der Zeit zwangsweise vom Web verdrängt werden“

  1. Da gebe ich Dir vollkommen recht.
    Vor allem die Tests sind bei der CB manchmal mehr als überholt.
    Tja, festangestellte Redakteure sind eigentlich gut
    bezahlte Blogger.
    Blogger sind schlecht oder nicht bezahlte Redakteure.

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