Zwitscherservice gegen Blog?

Neuerdings ist es ziemlich in Mode zu zwitschern. Was, ähh,… zwitschern?!? Exakt, denn fragt man Freunde der englischen Sprache, so heißt „Twitter“ übersetzt zwitschern. Mittlerweile gibt es einen wahren Twitterboom, zwar nicht hier in Deutschland, aber dafür umso mehr in Amerika. Dort zwitschert nämlich fast jeder. Hier man ein paar Auszüge und interessante Fakten von Twitter:

  • Die Nasa benutze (und benutzt heute noch weiterhin) Twitter um von der Raumsonde Phoenix zu berichten, die Wassereis auf dem Mars gefunden hat.
  • Barack Obama nutzte Twitter für seinen Wahlkampf, um seine Follower auf dem Laufendem zu halten
  • Universitäten nutzen Twitter, um die Studenten zu informieren
  • Aktivisten verwendeten Twitter-Netzwerke, um Straßenproteste während des Republikaner-Kongresses in Minneapolis/St. Paul 2008 zu koordinieren
  • Das Flugzeugunglück des US-Airways-Flug 1549 wurde als erstes über Twitter gemeldet; weitaus eher, als die professionellen Medien über das Unglück berichteten

Vorallen der letzte Punkt ist doch recht faszinierend. Der Vorteil von Twitter liegt hier sehr wohl auf der Hand: Informationen können enorm schnell publiziert werden. Darüber hinaus verbreiten sie sich umso schneller.

Doch die Frage bleibt: Wird Twitter den Blogger bzw. die Blogger arbeitslos machen? Meiner Meinung nach nicht, denn Twitter ist wie ein Gefängnis: Auf 140 Zeichen beschränkt. Längere Artikel zu schreiben ist einfach nicht drin. Man fühlt sich richtig eingeengt. Das führt zu dem Schluss, dass man in Twitter nicht frei ist wie ein Zwitschervogel, sondern eher wie in Küken im Nest. Man ist von dem Futter der Mutter den Nachrichten anderer mehr oder weniger abhängig, denn mit 140 Zeichen seine Meinung bzw. ordentliche Informationen liefern ist nicht drin. Und das ist genau das, was einem Blog ausmacht: Informationen und die eigene Meinung. Das lässt sich nicht so kurz fassen. Ich jedenfalls werde das nicht schaffen.

Cheers!

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