Das Web 2.0 macht mobil? Nicht mit mir!

Der heutige Artikel im bekannten Basic Thinking Blog hat mich angeregt auch etwas über das so bejubelte Web 2.0 zu schreiben. Konkret steht in dem oben verlinkten Artikel, dass das Web 2.0 noch nicht vollständig von der deutschen Gesellschaft angenommen wurde. So wird z.b. kaum über Netbooks, Handys und anderen mobilen Begleitern getwittert oder anderweitig dazu beigetragen, das Web mit Daten zu füllen. Geht man ins Detail, so nutzen gerade mal 3,3 % das soziale Web. Ein ernüchterndes Ergebnis, da andere Länder wie UK auf ~10 % kommen. (Quelle)

Doch, wieso ist das so?

Ich geh mal von meiner Person aus:

Ich bin Schüler, was heißt, dass ich nichts verdiene. Gut, das ein oder andere Taschengeld wird am Monatsende fällig, aber mehr hab ich nicht. Die einzige Möglichkeit wäre hier auf dem Blog Werbung zu schalten, aber das würde meine Leser wohl nur stören.

Angenommen, ich würde mir ein iPhone kaufen. Das gibt es (wenn man es legal macht) nur bei T-Mobile. Mit Vertrag natürlich. Und der billigste schlägt mit 30 € im Monat zu buche. Das wäre mein komplettes Taschengeld! Und dabei habe ich nur 200 MB fürs Internet frei. Ich denke in der Zeit von Internetflatrates sind diese schnell weg. Wenn man nicht aufpasst, zahlt man für jedes MB über der 200 MB-Grenze 0,49 Cent. Sorry, aber das ist nicht mein Ding, um es mal banal auszudrücken. Natürlich gibt es noch andere Verträge, aber die kosten dann auch mehr. Der nächste Vertrag kostet 50 € im Monat, hat aber eine Datenflatrate.

Also wäre das mit den Kosten schon mal geklärt. Kommen wir mal zur Nutzung der Web 2.0 Dienste. Da wäre zum einen Twitter. Wer’s nicht kennt:

Twitter ist eine Art Chattingsystem. In Insiderkreisen nennt man es Microblogging, da pro Nachricht nur 140 Zeichen gebraucht werden. Jeder aus der Twittergemeinschaft, kann deinem „Microblog“ folgen und kriegt bescheid, wenn du einen neuen Eintrag verfasst. Der Leitsatz von Twitter ist: „What are you doing?“. Der englischsprachige Zeitgenosse kann das schnell übersetzen: „Was machst du gerade?“. Twitter ist ein super Service (auch wenn es von Außenstehenden als langweilig empfunden wird). Ist man erst mal drin, will man nicht mehr raus. Aber im Grunde genommen brauche ich das nicht unterwegs. Was bringt es meinen Followern zu wissen, dass ich gerade in der Schule hocke (wo das Handy sowieso verboten ist)? Ich denke, im Falle von mir (ich bin ja wie gesagt Schüler) ist jedem doch wohl klar, was ich morgens mache. Im übrigen ist die Nutzung von ICQ morgens auch Quatsch, da 80 % meiner Liste in der Schule (on ;)) ist.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Das Internet und insbesondere das Web 2.0 ist ein geniale Erfindung. Doch ich muss es nicht permanent um mich herum haben. Ich habe keine Lust, mein gesamten Tagesablauf dem Internet vorzuträllern (im Falle von Twitter im wahrsten Sinne des Wortes!).

Wie denkt ihr über das Thema? Nutzt ihr aktiv das Web 2.0 mobil? Schreibt mir in den Comments! 🙂

2 Gedanken zu „Das Web 2.0 macht mobil? Nicht mit mir!“

  1. da muss ich Chriss absolut Recht geben. Ich selber gehöre mit meinen 32 Lebensjahren ohnehin noch zu der Generation die Ihre Jugendzeit (14-18) völlig ohne Handy und Internet überlebt haben. Manche werden das jetzt kaum für möglich halten aber es ging wirklich. Um es mit den Worten der Albertinum-Girls zu sagen „Mir ham viel Spaß ghabt“. Klar nutze ich heute schon das Handy aber nur zu dem für was es eigentlich hauptsächlich gemacht wurde – jaa zum telefonieren und hin und wieder evtl. mal ne SMS. Das ich mir das „Gequatsche“ von Twitter da auch noch reinziehen würde wäre nicht zu ertragen. Aber wers machen will – bitteschön. Ich finde das Web2.0 so wie es ist super. Allerdings gehört Twitter nicht dazu. Der Dienst ist was für verspielte Kids!

  2. Über Twitter lässt sich wahrlich streiten. Allerdings finde ich nicht, dass Twitter lediglich was für Kids ist. Dann müssten wir unter anderem auch Obama zu den Kleinen zählen 😉
    Der Reiz dieses ganzen Ding ist einfach die schnelle Informationsvermittlung. Das haben auch schon viele erkannt. Viele Parteien nutzen auch Twitter. In Amerika ist Twitter noch verbreiteter. Selbst Starbucks hat einen Account. 🙂

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