Computerspiel sucht wird überschätzt

Sie ist ein gefundenes Fressen für die Medienlandschaft: Die Computerspielsucht und die damit verbundenen Amokläufe bzw. das Spiel Counter-Strike. Doch nun hat eine niederländische Klinik das Gegenteil herausgestellt: Computerspielsucht wird überschätzt.

Die erste Klinik, die sich mit „Suchtgeschädigten“ befasste und sie therapierte war das Smith & Jones Centre in Amsterdam. Hunderte von Patienten wurden bis dato schon behandelt.

Bei der Therapie fiel aber auf, dass 90 % der Patienten, die exessiv ihrem Hobby nachgehen, gar kein psychisches Problem haben, sondern ein soziales. Je mehr sich die Ärzte mit den Patienten beschäftigten, umso mehr fiel auf, dass letztere sich mehr Aufmerksamkeit von ihren Eltern und ihrem restlichen sozialem Umfeld erhoffen. Das ganze Problem sei also ein soziales.

Deshalb wurde nun auch die Therapie umgestellt. So wird versucht, die sozialen Fähigkeiten mehr auszubilden, womit man sehr erfolgreich ist.

Ich denke, dass das ein Schritt in die richtige Richtung ist. Dass das Problem mehr am Umfeld liegt, war mir aber auch schon vorher klar: Viele Eltern schieben ihre Kids einfach vor dem Rechner ab ohne ihnen Alternativen zu bieten. Selbst ein simples Turnier MauMau unter der Familie wäre eine tolle Sache, um die Kinder vom Rechner abzuhalten.

2 Gedanken zu „Computerspiel sucht wird überschätzt“

  1. ich weiß nicht ob es sich bei mir um sucht gehandelt hat aber vor 2 jahren ca. saß ich teilweise 8 stunden vorm pc bin am Wochenende nich weggegangen, bin lieber vorm pc gehockt und hab irgendwelche games gespielt…irgendwann hab ich dann mal gemerkt das mir doch was fehlt im leben. Ich weiß nicht wie aber es hat einfach klick gemacht…könnte auch mit meiner arbeit zu tun haben weil ich seit 1,5 jahren eh nich mehr spielen kann weil einfach keine zeit mehr da und somit verlor ich auch bissl die lust am spielen. Einen gewissen Part hatte auch meine jetzige Freundin, der ich auch sehr viel zeit seit dieser Zeit gewidmet hab. Back to topic ich finde die Überschrift „Computerspiel sucht wird überschätzt“ is der falsche titel … ich würde eher sagen unterschätzt … ich kenne viel zu viele leute die den ganzen tag vorm pc hocken und deren freunde bzw. eltern sagen auch das passt schon lass sie doch…aber so is es nicht…den wie oben schon steht der soziale Part spielt eine wichtige rolle…den es ist schwer für einen „Süchtigen“ sich wieder ins reale leben einzuklinken … den aus Frust wird dann wieder gezockt und gezockt … den der weg zur sucht führt über Abhängigkeit und Abhänigkeit kommt davon das etwas im leben fehlt und dieses dann durch eine sogenannte „Ersatzdroge“ kompensiert wird… Für mich wird die Sucht Computerspielen
    unterschätzt …
    danke fürs lesen
    Mit freundlichen Grüßen
    Gerald

  2. Die Aussage hinter der Überschrift ist folgender:
    Die meisten Spieler, die eine Therapie wegen Computersucht machen, sind in Wirklichkeit gar nicht süchtig, sondern nur sozial isoliert. Das heißt, dass nicht der Computer das Problem darstellt, sondern das soziale Umfeld. Viele würden rausgehen, wenn sie könnten, doch sie haben nicht die Möglichkeit dazu (evtl. keine Freunde in der Schule etc.). Es geht nicht darum, dass sie alles für den Computer stehen und liegen lassen würden. Sie haben nur keine andere Möglichkeit bzw. sehen keine andere Möglichkeit in ihrem Leben als sich die Zeit mit PC-Spielen zu totzuschlagen. Sie sind nicht abhängig. Und das wurde durch die „Studie“ herausgefunden.
    In dem Sinne passt die Überschrift, finde ich.

    P.S.: Danke für deinen Comment. Bist wohl fast der einzige, der hier schreibt 😀 (abgesehen vom Gästebuch :))

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